Marc ist Gelegenheitsskifahrer. Er fährt bei jeder Gelegenheit. Auf feste Bindungen pfeift der Augsburger seit zehn Jahren, er fährt mit freier Ferse: Telemark – die alte Norweger-Technik, ist die schönste Art Ski zu fahren.
Und die schwierigste. Denn wer keine feste Bindung hat und nicht immer sauber Druck macht, dem geht früher oder später der Ski fremd. Und die freie Ferse verwandelt sich ruckzuck in eine satanische Ferse.
Tele-Marc jedoch, mit einer Matte wie Claudia Schiffer und einem cäsarischen Zinken gesegnet, beherrscht sein Gerät wie wenige andere. Zwei deutsche Meistertitel beantworten alle Fragen. Von der Zugspitze hinunter nach Österreich tanzt Marc durch den Tiefschnee wie Michael Jackson durchs Legoland.
Hinterher tanzt ein kleiner Mensch mit großem Rucksack, Birgit aus Ohlstadt. Die hat mal eine WM-Medaille im Telemark gewonnen. Heute dreht sich bei der 32-Jährigen nichts mehr ums Rennfahren, sondern alles um Linus.
Kein Betriebssystem, sondern ihr zweijähriger Sohn. „Er freut sich, dass er seine Oma eine ganze Woche für sich hat“, sagt die Tele-Mama und verschwindet in einer weißen Puderwolke Richtung Meran.
Die Gleichung ist einfach und genial: Ski-Alpencross ist gleich Gondeln plus Lifteln plus Mini-Aufstiege minus Maxi-Abfahrten. Man nutzt Liftanlagen, um möglichst schnell und bequem hochzukommen. Dann lässt man Gipfelstation und Pistengetümmel hinter sich und steigt mit Fellen hoch zum Pass.
Über jungfräuliche Tiefschneehänge gleitet man hinunter in das Tal – immer in Richtung der nächsten Talstation, immer nach Süden. Bis nach Meran. Ein grenzenloses Ski-Abenteuer.












































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