Das Suchtmittel
Die Herstellung und der Genuss von Alkohol haben eine jahrtausendelange Tradition. Schon im alten Ägypten waren alkoholhaltige Getränke weit verbreitet. Heute wird Alkohol bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten konsumiert und ist in der Gesellschaft weitestgehend anerkannt. So trinkt jeder Deutsche im Jahr allein 111,6 Liter Bier, so das statistische Bundesamt. Neben Tabak sind Bier und Wein somit das Suchtmittel mit der weitesten Verbreitung in Deutschland.
Konsumformen
Alkohol ist in verschiedenen Getränken enthalten: Bier, Wein, Likör oder Sekt, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Manchmal findet sich Alkohol auch in bestimmten Lebensmitteln, wie beispielsweise in Pralinen mit Alkoholfüllung.
Wirkung von Alkohol
Die Wirkung von Alkohol hängt stark von der konsumierten Menge und von bestimmten körperlichen Merkmalen des Trinkenden ab. Geringe Mengen wirken oft stimmungsaufhellend, erhöhen die Kontaktbereitschaft und helfen, Hemmungen zu verdrängen.
Übelkeit und Erbrechen, Schwindelgefühl und Wahrnehmungsstörungen sind Folgen umfangreicheren Alkoholkonsums. Bei übermäßig starkem Konsum kann es zu einer Alkoholvergiftung kommen, die im schlimmsten Fall zu Koma oder sofortigem Tod führt.
Suchtfaktor
Alkohol kann zu einer starken physischen und psychischen Abhängigkeit führen. Im Vergleich zu anderen Rauschmitteln tritt eine Abhängigkeit allerdings erst nach längerer Zeit des regelmäßigen Konsums auf.
Süchtige spüren bei nachlassender Wirkung des Alkohols heftige körperliche Entzugserscheinungen. Schweißausbrüche, Unruhe, Angstzustände bis hin zu Halluzinationen und Krampfanfällen sind mögliche Folgen. Charakteristische psychische Auswirkungen sind eine gesteigerte Aggressivität, Stimmungsschwankungen und Depressionen.
Testen Sie hier, wie gefährdet Sie sind, in die Alkoholsucht abzurutschen.
Kurzfristige Risiken und Langzeitfolgen
Die kurzfristigen Risiken, die Alkoholkonsum mit sich bringt, hängen vor allem mit der veränderten Wahrnehmung des Betrunkenen zusammen. Da Urteilsvermögen und Reaktionszeit beeinträchtigt sind, setzen sich Betrunkene einer vielfach erhöhten Unfallgefahr nicht nur im Straßenverkehr aus. Eine Alkoholvergiftung durch Überdosierung kann zum sofortigen Tod der betroffenen Person führen.
Regelmäßiger erhöhter Alkoholkonsum führt zu einer dauerhaften Schädigung vieler Organe. Am schlimmsten betroffen sind hier die Leber, das Herz und das zentrale Nervensystem.
Der Entzug
Ist ein Alkoholabhängiger bereit zum Entzug, so ist dieser in aller Regel nur mit professioneller Hilfe erfolgreich. Um eine einmal erreichte Abstinenz auf Dauer aufrecht zu erhalten, schließen sich viele trockene Alkoholiker Selbsthilfegruppen an, in denen sie über ihr Suchtverhalten und gemeinsame Probleme sprechen. Hier finden Sie weitere Informationen über Anlaufstellen in der Suchtberatung.
Zum Weiterlesen
Wilhelm Feuerlein: Alkoholismus. Warnsignale - Vorbeugung - Therapie.












































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