Hüttenkäse hasse ich! Vor allem, wenn ich täglich 2 Becher davon auslöffeln muss. So wie in den vergangenen 7 Wochen. Unser Sixpack-Experiment hat mein Leben verändert. Zumindest, was meine Ernährung angeht. Die tägliche Hüttenkäse-Ration war noch der harmloseste Eingriff in mein Essverhalten. Viel schwieriger war, dass ich plötzlich so häufig essen musste. Aus 2 Mahlzeiten pro Tag wurden 6 – ich fühlte mich wie ein Sumo-Ringer, der sich für einen Wettkampf rüstet.
Pute statt Pasta
Auch das viele Fleisch auf meinem Trainings-Speiseplan war für mich
eine 180-Grad-Drehung. Früher habe ich mich jeden Tag an Nudeln satt
gegessen. Nun stopfte ich vor allem Geflügel in mich hinein, meist 4 bis 5 Putenschnitzel täglich, mit Salat. Brot und Kartoffeln waren verboten, Pasta und Reis ausschließlich mittags erlaubt – und dann auch nur die Mini-Portion in der Vollkorn-Version. Very low carb, nennt das unser Coach Berend Breitenstein. Ich nenne es Folter.
Doch Berends Plan ging voll auf: In 7 Wochen habe ich sage und schreibe mehr als 12 Kilogramm abgenommen. Klar, die Ernährung war natürlich ziemlich eintönig: 2-mal am Tag Geflügel oder Tunfisch aus der Dose, dazwischen gab es jeweils Hüttenkäse, abends dann Emmentaler Käse mit Nüssen. Irgendwann verfeinerte ich alles mit Tomatenmark. Von da an ging’s.
Im statt ausser Haus
Während der Trainingsphase habe ich weniger Geld für meine Ernährung ausgegeben als je zuvor. Der Grund: Ich aß kaum noch außer Haus. Das Fleisch vom Griechen war zu fettig, der Salat im Bistro zu ölig, und lecker Pasta beim Italiener war wie gesagt nicht drin. Um Zeit zu sparen, habe ich abends meist für die Mittagspause am nächsten Tag vorgekocht. Die anderen Kollegen haben sich irgendwann an unser Gebrutzel gewöhnt. Den Spruch „Was gibt’s denn heute wieder Leckeres?“, musste ich mir zwar täglich anhören, richtig veralbert haben mich aber nur meine Kumpels. Vor allem, wenn sie am Samstag ein Bier nach dem anderen kippten, während ich bei meinem dritten Tafelwasser saß (nur Wasser, Tee und Kaffee waren erlaubt).
M statt L
Obwohl ich mir oft doof vorkam, hat sich die Aktion gelohnt. Meine Hosengröße ist von 34 auf 31 geschrumpft, statt Shirts in L trage ich nun M. Ein paar Essregeln habe ich beibehalten: Ich frühstücke jetzt regelmäßig, koche mittags auch mal selbst und versuche, nach 18 Uhr ohne Kohlenhydrate auszukommen. Und das Sixpack? Das ist zwar noch nicht ganz ausgeprägt, aber ich arbeite weiter daran. Ab jetzt aber ohne die Hüttenkäse-Unterstützung.
Schauen Sie, wie Andreas Stumpf zu dem gekommen ist, was er nun hat:
Andreas Stumpf an den Geräten: sein Training in Bildern
| Parameter | Vorher | Nachher |
| Gewicht / Größe | 86,1 Kilo bei 183 cm | 73,8 Kilo bei 183 cm |
| Bizeps | 33 cm | 34 cm |
| Taille | 84,5 cm | 75,5 cm |
| Brust | 99 cm | 103 cm |
| Body-Mass-Index | 25,7 | 22,1 |
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