Mobilfunk: Handys steigern Hirnaktivität

Mobiltelefone steigern die Hirnaktivität
50 Minuten telefonieren steigern den Energieverbrauch des Gehirns

Ein eingeschaltetes Mobilfunktelefon am Ohr steigert den Energieverbrauch im Gehirn um sieben Prozent

Die Funkstrahlung, die ein aktiviertes Handy abgibt, erhöht offenbar die Aktivität im Hirn, das wiesen amerikanische Forscher jetzt nach. Demnach erhöht sich der Energieverbrauch im Hirn innerhalb von 50 Minuten, nachdem das eingeschaltete Handy ans Ohr gehalten wird, um sieben Prozent. Die Steigerung wurde nur in den Hirnbereichen, die unmittelbar in der Umgebung der Antenne lagen, gemessen. Die Strahlen wirken sich somit nur auf kleine Teile des Gehirns aus, so die Wissenschaftler. Unklar bleibe jedoch, betonten die Studienleiter, ob die Strahlen schädlich sind. Die Ergebnisse wiesen jedoch nach, dass das menschliche Gehirn eine Empfindlichkeit gegenüber hochfrequenten elektromagnetische Felder habe.

Bei der Untersuchung wurden die Hirnaktivitäten erstmals mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) betrachtet. Dieses bildgebende Verfahren kann ziemlich genau den Energieverbrauch im Hirn messen. Vorherige Studien konzentrierten sich immer nur auf den Blutfluss – dieser jedoch gibt nur bedingt Auskünfte über die Hirnaktivität. Ihre Ergebnisse veröffentlichte die Forschergruppe um Nora Volkow im Journal of the American Medical Association (JAMA), auf der Internetseite der JAMA kann man die komplette Studie downloaden.

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