Schwimmerin Britta Steffen: "Ich friere sehr schnell“

Schwimmerin Britta Steffen
Auch Olympia-Sportler haben Angst vor kaltem Wasser

Deutschlands Olympia-Hoffnung und Gold-Anwärterin hat Angst vor kaltem Wasser

Kaltes Wasser ist für Deutschlands Star-Schwimmerin und Olympia-Hoffnung Britta Steffen (24) ein Gräuel. "Ich friere sehr schnell und kann mich gerade morgens oft kaum überwinden, in das kalte Wasser zu springen", sagt die Spitzensportlerin in einem Interview mit Men's Health (Ausgabe 8/2008. Wenn sie dann jedoch erst mal im Becken sei, gehe es ihr wieder gut. Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking ist für die Schwimmerin darum sehr hart. Sie muss jeden morgen von 7 bis 9 Uhr im kalten Becken trainieren. Danach kann sie sich aber zunächst wieder aufwärmen. "Anschließend folgt eine Stunde Kraft- oder Ausdauertraining. Von 16 bis 18 Uhr steht die zweite Wassereinheit an. Samstagnachmittag und sonntags ist frei", sagt die mehrfache Europameisterin.

Von Selbstzweifeln ist die Gold-Anwärterin wegen ihrer Angst vor kaltem Wasser allerdings nicht geplagt: "Im Schwimmbecken ist ein starkes Selbstbewusstsein extrem wichtig. Früher dachte ich häufig: Hoffentlich kann ich mit den anderen mithalten. Dieses Gefühl der Unsicherheit habe ich abgelegt. Ich weiß, ich kann es", betont Britta Steffen.

Vor Langeweile ist Britta Steffen trotz ihres ausgeprägten Selbstbewusstseins allerdings nicht geschützt – und darum auf einen ausgefeilten Trainingsplan angewiesen. "Schwimme ich einfach drauflos, verliere ich nach 100 Metern die Lust. Habe ich aber einen Plan, der mir vorschreibt, wann ich welchen Schwimmstil benutzen und worauf ich dabei achten soll, bin ich ständig gefordert – dann habe ich keine Langeweile", sagt die Sportlerin. Und um ihr Wassergefühl zu verbessern, hat sie eine ganz besondere Technik parat: rückwärts schwimmen. Aber nicht etwa auf dem Rücken, sondern auf dem Bauch. "Die gesamte Bewegung wird einfach umgedreht. Auf die Art werden automatisch die Muskeln gefordert, die beim normalen Schwimmen zu kurz kommen", erklärt die Expertin.

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