Echt reizend: 21 Tricks gegen Schluckauf

Wir haben die besten Tricks gegen Schluckauf

Halten Sie die Luft an! Hier sind die 21 besten Anti-Schluckauf-Tricks

Professor Diethard – hicks! – Müller, Neurologe aus Illmenau, erklärt, was wirklich gegen Schluckauf wirkt.

1. An der Zunge ziehen
„Dadurch reizen Sie den nervösen Vagus-Nerv, der vom Hirn bis in den Bauch reicht. Diese Stimulierung beruhigt“, sagt Müller.

2. In eine Tüte atmen
Sie pusten kohlendioxidreiche Luft hinein, um sie gleich wieder zu inhalieren. Dies hat zur Folge, dass die Kohlendioxidkonzentration im Blut steigt. Rezeptoren leiten die Information ins Hirn zum Vagus-Ursprung, beruhigen ihn so. Vorsicht! Wer zu lange atmet, riskiert eine Ohnmacht auf Grund des Sauerstoffmangels.

3.Die Luft anhalten
Das allerdings erst beim Ausatmen. So entspannt sich der PhrenicusNerv (versorgt die Atemmuskulatur). Zusätzlich erhöht sich das Kohlendioxid. „Das ist noch besser als in eine Tüte zu pusten“, sagt Müller.

4. Bollos einwerfen
Der Vagus versorgt die Muskeln im Rachen. Ob saure, süße oder scharfe – wenn Sie Bonbons lutschen, lenken Sie ihn ab.

5. Ein Glas Wasser bei geschlossener Nase in großen Schlucken trinken
Durch das nicht atmen erhöht sich der Kohlendioxidgehalt im Blut. Spezielle Chemorezeptoren registrieren diesen Anstieg und melden ihn dem Gehirn. So kommt zu einer Beruhigung des Vaguskerns im Gehirn. "Wahrscheinlich wird hierbei auch der Phrenicusnerv beruhigt. Dieser Nerv versorgt das Zwerchfell", so Professor Dr. Diethard Müller, Neurologe aus Illmenau.

6. Auf die Augen drücken
Finger weg von dieser Methode! „Starker Druck bewirkt eine intensive Vagus-Reizung. Da dieser Nerv auch das Herz mit Impulsen versorgt, kann es zu einem verlangsamten Herzschlag bis hin zum Herzstillstand kommen“, warnt der Experte.

7. Sich erschrecken lassen
Diese Methode zielt auf die direkte Beeinflussung der Hirnimpulse im Vaguskern ab. Der Nervus vagus, der längste Hirnnerv, beginnt im Gehirn und verläuft bis in den Bauchraum.

8. Mit Wasser gurgeln
Der Atem wird unterbrochen, was zu einer Kohlendioxiderhöhung im Blut führt. Ausserdem wird der Nervus vagus in der hinteren Rachenwand gereizt. Beides führt zur Beruhigung der Schluckaufimpulse.

9. Eis lutschen
Auf einem Eiswürfel rumlutschen oder ein Speiseeis verputzen, bewirkt auch eine Ablenkung der Schluckaufimpulse und eine Vagusreizung. Alles wie gehabt. Sehr kalte oder sehr trockene Speisen lenken allerdings besser ab als normal temperiertes Essen, weil der Reiz größer ist.

10. Am Hals kitzeln
Wer sich am Hals kitzelt soll den Phrenicusnerven stimulieren. Müller meint dazu allerdings: "Kaum wirksam!"

11. Zucker essen
Lenkt das Gehirn, beziehungsweise die Impulse, vom Schluckauf ab.

12. Apfelessig auf Zuckerstückchen
Einige Tropfen Apfelessig in Zucker aufgelöst im Munde zergehen lassen. Wieder mal Ablenkung des Gehirns.

13. Essig pur
Wer Essig pur schluckt ist besonders abgelenkt. Ekel lässt grüßen.

14. Bis 100 zählen
Oder von 100 an rückwärts bis Null zählen. Als Variante: Bei jedem "Hicks" die Zahl verdoppeln, bei der man beim Rückwärtszählen gerade angekommen ist. Methode der Ablenkung der Hirnimpulse.

15. Kitzeln
Wer sich kitzeln lässt und dabei die Luft anhält und versucht nicht zu lachen, hat viel zu tun. Dafür bewirkt diese Methode auch dreierlei: Stimulierung des Nervus vagus, Kohlendioxiderhöhung und Ablenkung des Gehirns.

16. Ätherische Öle einnehmen
Zielt wieder einmal auf die bekannte Ablenkung ab. Ob’s hilft? Ausprobieren!

17. Tee trinken
Soll beruhigen und tut es vielleicht auch. Frei nach der Devise: Abwarten und Tee trinken.

18. Auf die Nase drücken
Mit beiden Daumen auf die Nasenflügel drücken, dann mit den Zeigefingern die Ohren zuhalten und 13 mal schlucken. Wer sich so beschäftigt ist garantiert schon mal abgelenkt. Hinzu kommt die Vagusreizung durch Ohr und Nase.

19. Langsam Atmen
Durch langsames, ruhiges Atmen kommt es ebenfalls zur Kohlendioxiderhöhung im Blut.

20. Würgereiz und Erbrechen auslösen
Löst man den Brechreiz aus, kommt es zu einer Stimulierung des Nervus vagus.

21. Finger in die Ohren stecken
Steckt man die Zeigefinger in die Gehörgänge und bewegt diese leicht hin und her, bewirkt dies ebenfalls eine Stimulation des Vagus.

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