Das Kind im Mann

Gewusst haben wir es schon immer: Junge Menschen wollen einfach nicht erwachsen werden. Auch mit 25 ist Mann noch Kind.

Eine Studie der Universität Maryland mit 519 Test-Teilnehmern brachte es an den Tag: 60 Prozent der vom Psychologen Jeffrey Jensen Arnett Befragten erklärte, sich noch nicht erwachsen zu fühlen. Die Begründung der 18 bis 25-Jährigen: es fällt ihnen schwer erwachsen zu werden, berichtet das Magazin Psychologie Heute in seiner aktuellen Ausgabe.

Grund für die Nicht-Erwachsenen seien vor allem die geänderten gesellschaftlichen Bedingungen. Berufsausbildungen werden heute später abgeschlossen: Die Berufsschule zum Beispiel wurde 1969 laut Statistischem Bundesamt noch mit durchschnittlich 18,2 Jahren beendet, 1999 erst mit 20 Jahren. Und auch mit der Ehe haben es junge Männer nicht mehr so eilig. In nur zwei Jahren stieg das durchschnittliche Heiratsalter um 1 Jahr an: 1999 heirateten Männer erst mit 31 Jahren, statt mit 30 wie 1997.

Das Fazit des Psychologen Arnett: Erwachsen dürfe Mann sich erst im Alter von 30 Jahren nennen. Und selbst dann handele es ich noch um einen "jungen Erwachsenen".

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