Pfundskerle: 60 Prozent der deutschen Männer zu dick

Übergewicht beginnt laut WHO bei einem BMI über 25
Droht das Sixpack auszusterben? 60 Prozent der Männer haben eine Wampe

Weit mehr als die Hälfte der deutschen Männer leidet an Übergewicht. Verheiratete schneiden am schlechtesten ab

Die Anzahl der übergewichtigen Männer in Deutschland steigt. 60 Prozent haben laut der Mikrozensus-Befragung des Statistischen Bundesamtes zu viel auf den Rippen. Zum Vergleich: 1999 lag der Anteil noch bei 56 Prozent. Noch schlimmer sieht es bei den verheirateten Männern aus – 69 Prozent schleppen zu viele Kilos mit sich herum.

BMI als Grundlage
Als Kriterium für ihre Analyse wurde der Body-Mass-Index (BMI / Gewicht durch Körpergröße zum Quadrat) herangezogen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein Mensch dann als übergewichtig, wenn sein BMI über 25 liegt. Ab 30 spricht man bereits von "starkem Übergewicht", was immerhin bei 16 Prozent der deutschen Männer der Fall ist.

Taxifahren macht dick
Ein Blick auf die Berufsgruppen zeigt: Die meisten "stark Übergewichtigen" arbeiten in Verkehrsberufen (wie etwa bei Bus-, Bahn- und Taxibetrieben). Bei 20 Prozent von ihnen liegt der BMI bei 30 und mehr. Mit 5,5 Prozent schneiden Ärzte und Apotheker in dieser Gruppe noch am besten ab.

Die Datenerhebung
Für ihre jährliche Befragung hatte das Statistische Bundesamt 2009 Fragebögen von 340.000 Haushalte mit rund 700.000 Personen ausgewertet. Der so genannte Mikrozensus ("kleine Volkszählung") wird seit 1957 durchgeführt.

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