Duft-Know How für Männer: 7 Parfüm-Mythen entlarvt

Bei empfindlicher Haut besprühen Sie besser nur Ihre Kleidung mit Parfüm
Bei empfindlicher Haut besprühen Männer besser nur ihre Kleidung mit Parfüm

Wie Herren-Parfüms ihre optimale Wirkung entfalten, lesen Sie hier

 „Parfüms werden genauso wie Rasierwasser am besten auf die Wangen gesprüht“
Oh, nein! Schon gar nicht, wenn Sie sich frisch rasiert haben. Dann ist die Haut sehr sensibel, und es brennt höllisch, wenn ein Duft aufgesprüht wird. Die beste Stelle fürs Parfüm? Frauen schnuppern Männern gerne am Nacken — also könnte das der perfekte Ort sein. Wenn Sie fürs erste Date nach einer verrückten Stelle suchen: Probieren Sie die Kniekehle aus, denn die gilt unter Parfümeuren als echter Geheimtipp.

„Im Asien-Urlaub riecht der Duft plötzlich ganz anders“
Das kann tatsächlich passieren. Grund dafür ist der Luftdruck. Während frische Noten im Norden sehr angenehm duften, kommt so ein Parfüm bei Föhn und feuchter Luft ein wenig stickig rüber. In der Wüste riechen orientalische Holznoten deutlich weniger schwülstig — ganz einfach deshalb, weil dort die Schleimhäute meist viel trockener sind.

„Bei sehr empfindlicher Haut sollte man lieber nur seine Klamotten einnebeln“
Für Allergiker ist das der perfekte Trick, denn sensible Hauttypen können auf einige Parfümstoffe empfindlich reagieren, sollten darum direkten Hautkontakt vermeiden. Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle nehmen den Duft am besten auf und verfälschen ihn nicht. Vorsicht bei hellen Hemden und weißen T-Shirts — die könnten sich durchs Parfüm verfärben! 

„Düfte erfrischen viel besser,  wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden“
Das stimmt so nicht. Aber es ist trotzdem eine gute Idee, sein Parfüm im Kühlschrank zu lagern, nicht nur in der Sommerzeit: Der dunkle und kühle Ort sorgt dafür, dass sich im Duft enthaltene ätherische Öle nicht so schnell verflüchtigen. Insbesondere die frisch duftenden und leichteren Zitrusnoten bleiben dann wesentlich länger erhalten. 

„Die kleinen, braunen Flecken auf der Haut stammen von dem aufgesprühten Parfüm“
Kann passieren — aber nur, wenn Sie einen Duft aufgesprüht haben, der nicht in der Europäischen Union (EU) hergestellt wurde. Dann könnten die Inhaltsstoffe Psoralen oder Bergamotte-Öl darin stecken, die an der Sonne braune Flecken auf die Haut zaubern. Innerhalb der EU dürfen diese Stoffe gar nicht mehr oder nur in abgewandelter Form in den Parfüms enthalten sein. Wer also empfindliche Haut hat, sollte sich vor dem Rausgehen lieber nicht besprühen. 

„Ältere Düfte verflüchtigen sich viel schneller“
Hier handelt es sich um eine Täuschung. Was tatsächlich passiert, ist Folgendes: Nach einigen Monaten nehmen Sie vertrauten Parfümgeruch kaum noch wahr. Das hat die Natur sehr geschickt eingerichtet, damit Sie durch bekannte Gerüche nicht „erstinken“. Vor allem Ihr Emotionszentrum und das Langzeitgedächtnis funktionieren auf diese Art, darum ist Ihnen oller Turnhallenmief genauso gut in Erinnerung wie das Aroma von Omas köstlichem Vanillepudding. Wenn Ihr Duft also in die Langzeit-Ecke rutscht, sollten Sie ihm eine Pause gönnen oder sich ein zweites, der Jahreszeit entsprechendes Parfüm zulegen. Im Winter bevorzugen die meisten Menschen eher sinnliche Noten, im Sommer ist wieder mehr Frische angesagt.

 „Parfüm und Aftershave soll man nie gleichzeitig benutzen“
Doch, das sollten Sie! Denn die klassischen Rasierwasser mit bis zu 80 Prozent Alkohol sind inzwischen von modernen Aftershave- Lotionen verdrängt worden. Die enthalten milde, hautberuhigende, rückfettende Stoffe und nur noch etwa halb so viel Alkohol, dienen eher der Pflege als der Parfümierung. Nutzen Sie hier möglichst duftneutrale Produkte — um sich einzudieseln, greifen Sie dann zu dem Parfüm Ihres Vertrauens. Aber übertreiben Sie es nicht: Zwei Sprühstöße jeweils morgens und abends reichen für eine wohldosierte Beduftung vollkommen aus.

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