Technik-Glossar: A

Das Lexikon der Multimedia-Technik – von Abfragesprache bis Auslagerungsdatei

Abfragesprache
Eine formale Sprache, die innerhalb einer Datenbank oder bei Internet-Suchmaschinen benutzt wird. Diese Suchsprachen bestehen meistens aus wenigen einfachen Kommandos, mit deren Hilfe man gezielt Informationen aus einem Datenbestand heraussuchen kann. Die bekannteste Abfragesprache ist SQL.

A/B-Roll
Unter A/B-Roll versteht man die automatische Steuerung zweier Video-Geräte (Zuspieler) beim Schnitt, bei dem vom Zuspieler A auf den Zuspieler B geschnitten wird. Die Bezeichnung A/B Roll stammt noch aus der Zeit, in der man am Schneidetisch von Filmrolle A auf Filmrolle B geschnitten hat. Hierbei werden Ein- oder Ausblendungen, Wischer oder andere Übergänge direkt von einer Videoquelle zur anderen vorgenommen. Die A/B-Roll-Technik wird beim Mischen genutzt, um zwei Videogeräte präzise zu positionieren. Die Maschinen werden so gestartet, dass die Bänder bis zum Mischpunkt mit gleicher Bildsynchronisation laufen.

Account
Bedeutet Konto. Zugangsberechtigung zu einem Netzwerk oder Onlinesystem. Besteht in der Regel aus einem Benutzernamen und einem Passwort.

Active Directory
Ein Active Directory ist ein skalierbarer, hierarchischer Verzeichnisdienst zur zentralen Verwaltung aller für ein Netzwerk relevanten Ressourcen. Dieses leistungsfähige Instrument versteht den Umgang mit Netzen unterschiedlichster Arten und Größen. Vor allem bei Netzwerken, die sich über mehrere Standorte ausdehnen, oftmals auf verschiedene Länder oder gar Kontinente verteilt sind, ist es nicht mehr praktikabel, Ressourcen – etwa Dateien, Verzeichnisse, Drucker und Scanner – dort zu verwalten, wo sie physikalisch vorhanden sind. Das Active Directory als zentraler Informationsspeicher befreit somit von der Abhängigkeit der physikalischen Standorte von Benutzern.

AC3
Dolby Digital. Digitaler Mehrkanal-Tonstandard für realistische Klangergebnisse. Wiedergabe erfolgt über sechs getrennte Soundkanäle.

AdClick Rate
Erfolgsquote eines Werbebanners (Advertising) auf einer Internetseite. Haben beispielsweise 2,5% aller Besucher einer Seite den Werbebanner angeklickt, dann beträgt die „AdClick Rate“ 2,5%. Sie ist ein wichtiges Feedback für das werbetreibende Unternehmen.

Additives Farbsystem
Farbe ist ein visueller Eindruck, den das Gehirn einer bestimmten Wellenlänge zuordnet, die vom Auge erfasst wurde. Beim additiven Farbsystem leuchten die Farben selbst (es wird farbiges Licht gemischt): die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau ergeben zu gleichen Anteilen gemischt je nach Intensität Weiß (100 Prozent) bis Schwarz (keine Lichtemission).

ADSL
Abkürzung für „Asymmetric Digital Subscriber Line“. ADSL steht für eine hoch entwickelte Technologie zum Transport von großen Datenmengen über Kupferleitungen (Telefonleitungen). Sie ermöglicht hohe Geschwindigkeiten bis zu acht Megabit pro Sekunde zum Kunden und einem Megabit pro Sekunde vom Kunden zurück ins Netz. ADSL ist rund 60 mal schneller als ISDN. Die Telekom bietet in Deutschland diese Leitung zum Internet unter dem Namen T-DSL auch Privatkunden an.

A/D-Wandler
Wandelt Analogsignale in digitale Signale um. Dafür werden die elektrischen Schwingungen in kurzen Zeitabständen abgetastet und dann in eine Zahl umgewandelt. Je mehr Zahlen das System verarbeiten kann, desto größer die Genauigkeit.

America Online (AOL)
AOL ist einer der größten Online-Dienste mit weltweit den meisten Nutzern, in Europa mit mittlerweile über 100.000 Kunden. Neben einem Internet-Zugang bietet AOL weitere Rubriken wie „Sport“, „Nachrichten“, „Entertainment“ und „Spiele“.

Angle
Englische Bezeichnung für „Blickwinkel“. DVD-Videogeräte verfügen über bis zu 9 parallele Videospuren. Wenn das Ausgangsmaterial es erlaubt, kann der Zuschauer die Kameraperspektive über die Fernbedienung – die so genannte Multi-Angle-Funktion - selbst wählen.

Anonymizer
Internet-User hinterlassen eine Vielzahl von Informationen. Theoretisch kann jeder ihrer Schritte protokolliert werden. Wer das verhindern möchte, kann die gewünschte Web-Seite indirekt über einen Anonymizer aufrufen. Nachteil: Auch Anonymizer können missbraucht werden, um Informationen über die Nutzer zu bekommen. Als sicher gelten www.anonymizer.com oder www.rewebber.de.

Applikationen
Eine Set-Top-Box empfängt TV- und Radioprogramme. Alles, was sie darüber hinaus darstellen kann, bezeichnet man als Applikationen. Dazu zählt der Programmführer von ARD und ZDF ebenso wie Homebanking oder Homeshopping per Common Interface.

Archie
System zum Sammeln und Suchen von Dateien im Internet, vor allem für den FTP-Dienst. Archie-Server sind digitale Datenbankverzeichnisse, die Informationen darüber bereithalten, auf welchem FTP-Server im Internet welche Dateien aufbewahrt werden. Dabei lässt Archie sowohl eine Suche nach Dateinamen wie auch nach Themengebieten zu.

Arpanet
(Advanced Research Projects Agency Network) ist ein ursprünglich militärisches Netz und Vorgänger des heutigen Internet.

ASCII
American Standard Code for Information Interchange = Amerikanische Standarddarstellung für den Austausch von Informationen. Der ASCII-Standard hat sich in den 60er Jahren zur Zeit der Datenübertragung mittels Telex entwickelt. Für jedes Zeichen gibt es einen Zahlencode, der es ermöglicht, zwischen verschiedenen Systemen Texte auszutauschen.

@
Wird wie [ät] ausgesprochen. Auch als Klammeraffe bezeichnet, trennt in E-Mail-Adressen Benutzername und Domain-Name.

Attachment
Unter einem Attachment ist eine Datei zu verstehen, die an eine E-Mail gekoppelt wird. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff aus dem Englischen soviel wie Anlage oder Anhängsel. Im Zusammenhang mit elektronischer Post sind insbesondere Binärdateien wie Bilder, Sound- und Videodaten gemeint, die als Anlage zu einer E-Mail-Nachricht verschickt werden.

AT-Befehle
Die Kommandosprache, mit der Modems angesteuert werden. AT steht für „Attention“ (Achtung). Als Standard hat sich die Normierung des US-amerikanischen Modemherstellers Hayes durchgesetzt.

Auflösung
Unter Auflösung versteht man die Anzahl der waagerechten und senkrechten Bildpunkte (Pixel), aus denen sich ein Monitorbild zusammensetzt. Je höher die Auflösung des Bildes, desto detailreicher ist die Darstellung des Bildschirminhaltes und desto größer ist der verfügbare Arbeitsbereich auf dem Bildschirm. Die Auflösung einer Grafikkarte hängt vom Grafikkarten-Speicher, der Bildwiederholfrequenz und der Farbtiefe ab: je höher die Auflösung, um so geringer die Bildwiederholfrequenz und die Farbtiefe. Grafikkarten mit 2 MByte Speicher können bei 1280 x 1024 Bildpunkten nur 256 Farben darstellen, während bei einer 800 x 600er Auflösung 16,7 Mio. Farben möglich sind.

Auflösungsvermögen
Das Auflösungsvermögen ist die Fähigkeit des Scanners, feine Details von der Vorlage korrekt zu entziffern. Zur Ermittlung des Auflösungsvermögens bei Scannern werden spezielle Vorlagen verwendet, zum Beispiel der so genannte Siemensstern.

Auslagerungsdatei
Eine Auslagerungsdatei ist eine - meist temporäre - Datei, die Betriebssysteme wie etwa Windows auf der Festplatte eines Rechners anlegen, um im Arbeitsspeicher befindliche, aber aktuell nicht benötigte Informationen kurzfristig zwischenzuspeichern. Zwingend erforderlich wird die Auslagerungsdatei (häufig auch als „Swapfile“ bezeichnet), wenn die zu bearbeitenden Daten nicht im Arbeitsspeicher eines Rechners Platz finden.

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