Abfindung: So steigern Sie Ihre Abfindung

Schmutziges Geld ist schneller weg
Verhandeln Sie geschickt, damit eine höhere Abfindung bleibt

Die gute Nachricht: Sie sind um mehrere tausend Euro reicher! Die schlechte: Ihr Job ist weg! Darauf müssen Sie bei Abfindungen achten:

Sofortmaßnahme: Innerhalb von drei Wochen nach der Kündigung müssen Sie Klage einreichen (offiziell mit dem Ziel Weiterbeschäftigung). Deren Erfolg kann nur ein Anwalt einschätzen. Die bis zu 180 Euro für eine Erstberatung sollten Sie investieren.

Prozessieren: "Zwingend ist eine Abfindung fast niemals", sagt Jürgen Sauerborn, Anwalt für Arbeitsrecht aus Wesseling. Möglich ist dagegen einiges, denn den meisten Chefs ist eine rasche Lösung lieber als ein Prozess. In erster Instanz fallen für beide Seiten Kosten an (Tipp: Berufsrechtsschutzversicherung).

Verhandeln: Kommt es zum Gütetermin, zählt Ihr Verhandlungsgeschick. Als Faustformel gilt: ein halbes Bruttogehalt pro Jahr der Beschäftigung. In Abhängigkeit vom Kündigungsgrund, der wirtschaftlichen Lage Ihrer Firma und der Region (Stadt, Land) kann es auch ein Viertel sein. Gerissene Zocker bekommen das Zweieinhalbfache raus.

Bezahlen: Freuen Sie sich nicht zu früh, denn hier macht Vater Staat lange Finger. Maximal 8 181 Euro sind zurzeit steuerfrei. Neben dem Finanzamt langt manchmal auch noch das Arbeitsamt zu, wenn der Arbeitgeber die gesetzliche Kündigungsfrist nicht eingehalten hat.

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