Wasserverschmutzung: Ablagerungen im Trinkwasser

Frage: Ich wohne in einem alten Studentenwohnheim, aus dessen Wasserleitungen nach längerem Nichtgebrauch immer eine dunkle Brühe läuft. In den Leitungen fand ich merkwürdige Plättchen. Kann ich das Wasser trotzdem trinken und mich damit waschen?
Tobias Grävinghoff, Passau
25 bis 30 Milliliter pro Tag und Kilo Körpergewicht sind erforderlich, um den Verdauungsprozess zu fördern
Vergewissern Sie sich, was sie trinken

Unsere Antwort:

"Braunverfärbungen treten vor allem auf, wenn sich über Nacht warmes Stagnationswasser bildet", erklärt Nikolaus Geiler vom Arbeitskreis Wasser in Freiburg. "Die Plättchen könnten Rostpartikel sein." Und die kann man zur Not mittrinken (nachdem die schlimmste Brühe abgelaufen ist).

Um Licht ins Trübe zu bringen, füllen Sie eine Flasche mit dem verfärbten Nass ab und gehen damit zum nächsten Gesundheitsamt, Abteilung Trinkwasserhygiene. Dort wird man die Qualität wasserdicht untersuchen. Nach dieser Analyse muss die Hausinstallation gegebenenfalls erneuert werden – wobei die Kosten wahrscheinlich auf die Miete umgeschlagen werden! Billiger geht's jedoch auch – mit dem Inline-System. "In diesem Fall", so Geiler, "werden trinkwassergerechte Kunststoffschläuche in das Rohrnetz eingezogen, die Leitungen werden also nicht rausgerissen."

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