Fitnessfaktor Blutspende

Frage: Ich habe gelesen, dass Leistungssportler eher Plasma als Blut spenden sollten, um weniger rote Blutkörperchen abzugeben. Was genau wird dem Körper bei einer Plasmaspende eigentlich entzogen?
Frank Thielemann, Eisfeld

Unsere Antwort:

Genau wie bei einer normalen Spende: Blut. Über ein Filter- und Zentrifugensystem erfolgt aber eine Trennung der Blutzellen von der Blutflüssigkeit, dem Plasma. Die Zellen fließen direkt zurück in Ihren Körper, und etwa 600 Milliliter Plasma bleiben dann als Spende übrig. „Und das Plasma besteht zu zirka 91 Prozent aus Wasser“, erklärt Dr. Hans Lefèvre, Sprecher der Rotkreuz-Blutspendedienste in Deutschland. „Neben einem geringen Anteil an Nährstoffen, Hormonen, Mineralien und anderen Transportstoffen enthält es vor allem über 120 verschiedene Eiweißstoffe (Proteine) mit sehr speziellen, oftmals lebenswichtigen Funktionen.“ Daher wird Plasma häufig auch als Ausgangsstoff für Arzneimittel verwendet. Von einer Plasmaspende erholt sich der Körper schon nach sehr kurzer Zeit, was auch der vorgeschriebene Abstand von lediglich drei Tagen zwischen zwei Spenden beweist. Der Pflichtabstand zwischen zwei Blutspenden beträgt dem gegenüber acht bis zwölf Wochen. Trotzdem sollten Sie bis zur Ihrer nächsten sportlichen Höchstleistung etwas warten.

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