Redakteur Henning: Als Veganer zum Waschbrettbauch

Redakteur Henning Lenertz erklärt, wie er es in 8 Wochen mit veganer Ernährung zum Sixpack geschafft hat.
Sixpacker Henning im Men's Health-Interview

Henning hat es geschafft: Bei veganer Ernährung und trotz vieler Vorurteile hat er ein Sixpack erreicht. Das können Sie auch, wenn Sie seine Tipps beherzigen

Henning Lenertz (25), Redakteur
Kniebeugen: 60 kg -> 95 kg / 1,83 m
Ergebnis: +48 % Kraft
Hennings Stärke sind seine Beine. Allerdings waren die eher schnell und ausdauernd als stark. Deshalb zwangen den Läufer zu Beginn schon Langhantel-Kniebeugen mit 60 Kilo in die Knie. Nach 8 Wochen packte er satte 95 Kilo – 10-mal!

Henning: „Veganer haben keine Power? Da habe ich mich getäuscht“
„Als Vegetarier verzichte ich ganz bewusst auf Fleisch und Fisch. Während der Challenge sollte ich obendrein ohne Milch, Jogurt, Eier und Käse auskommen. Ich war überzeugt, dass mir wichtige Nährstoffe fehlen würden, gerade auch mit Blick auf ein Sixpack. Immer wieder liest man von Mangelerscheinungen bei Veganern. Patrik meinte, das seien alles nur Vorurteile. Aber steckt nicht hinter jedem Vorurteil immer auch ein Funken Wahrheit? Die folgenden 8 Wochen sollten dies zeigen.

Henning: als Veganer zum Waschbrettbach
Redakteur Henning: bei Kniebeugen von 60 kg auf 95 Kilo

1. Vorurteil: Veganern fehlt Eiweiß Proteine holte ich mir bis dahin vor allem aus Milch, Eiern, Eiweiß-Shakes. Während des Sixpack-Selbstversuchs habe ich die für die Muskelbildung wichtigen Proteine nur aus Nüssen, Hülsenfrüchten, Tofu und Gemüse bezogen. Und: Zu meiner Überraschung gibt es auch pflanzliches Eiweißpulver auf Hanf-, Soja- oder Erbsenbasis (etwa den Soja-Shake von Body Attack). Mit 250 Gramm täglich nahm ich deutlich mehr Eiweiß zu mir als vor dem Selbstversuch. Mein Protein-Favorit sind übrigens Erdnüsse – 100 Gramm davon enthalten stattliche 25 Gramm Eiweiß.

2. Vorurteil: Veganern fehlt Eisen In der Nahrung enthaltenes Eisen ist für den Energiestoffwechsel essenziell. Wer zu wenig davon hat, ist weniger leistungsfähig und wird träge. Und obwohl auch pflanzliche Lebensmittel viel Eisen enthalten, tragen in der Tat Veganer ein höheres Eisenmangelrisiko. Die Krux: Pflanzliches Eisen wird vom Körper nicht so gut aufgenommen wie tierisches. Doch dagegen lässt sich etwas tun, denn: Vitamin C unterstützt die Aufnahme, Gerbsäure (in Tee und Kaffee) hemmt sie. Also  habe ich einfach zu eisenreichen Lebensmitteln wie Getreide, Spinat und Soja ein Glas Orangensaft getrunken und mit dem nächsten Kaffee 2 Stunden gewartet. Resultat: Eisenmangel Fehlanzeige.

3. Vorurteil: Veganern fehlen Kalorien Ich konnte bis dahin essen, was ich wollte, und nahm trotzdem nie zu. Für viele ein Traum, für meine Sixpack-Zeit ein Problem, denn für mich ist es schwer, Muskelmasse aufzubauen. Dafür benötigt der Körper grundsätzlich mehr Kalorien, als er verbraucht. Aber steckt in den  pflanzlichen Lebensmitteln überhaupt genug Energie? Ein klares Ja! Patriks Empfehlung mit einem Mix aus komplexen Kohlenhydraten, Proteinschüben den ganzen Tag über und wenig Fetten hat bei mir funktioniert. Damit der Körper ständig Energie für den Muskelaufbau hat, verteilten wir das Essen auf 3 Hauptmahlzeiten, 4 Eiweiß-Shakes und 2 bis 4 Snacks. So habe ich 600 Gramm Muskelmasse zugelegt. Und hätte mich in der vorletzten Woche nicht die Grippe erwischt, durch die ich knapp 1 Kilo verlor, wäre vielleicht mehr drin gewesen.

Mein Fazit Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein Sixpack. Nie hätte ich gedacht, dass ich das bei veganer Ernährung erreichen kann. Ich bezeichne mich jetzt als Flexiganer: Esse ich mal nicht zu Hause, sondern auswärts, darf es gerne auch mal etwas mit Käse sein.“

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