Nachwuchspläne: Kinder von Aufschneidern werden schneller krank

Vorsicht bei der Partnerwahl
Der Preis der Eitelkeit: Seine Kinder könnten kränkeln

Vorsicht bei der Partnerwahl. Maulhelden und Angeber zeugen womöglich kränkelnde Kinder

Wer sich einen Angeber zum Partner wählt, riskiert offenbar, dass der Nachwuchs anfälliger für Krankheitserreger ist. Zumindest bei Tieren ist das so, berichtet eine schwedische Studie. Demnach gehen angeberische Charakterzüge bei Tieren mit hohen Testosteronwerten einher. Das Sexualhormon Testosteron hemmt die Immunabwehr und verschlechtert die Fähigkeit des Tieres, Krankheiten abzuwehren, erklärt Studienautorin Judith Mank von der Universität in Uppsala.

Für die Studie hatten die Forscher das Paarungsverhalten von Fischen untersucht. Resultat: Angeberische männliche Tiere – mit grellen Farben und großen Flossen – zeugen sowohl männlichen als auch weiblichen Nachwuchs mit hohen Testosteronwerten – und das über Generationen, so Mank. Folge: Töchter und sogar Enkel haben Probleme, Viren abzuwehren, erklärt die Wissenschaftlerin. Einziger Lichtblick: Testosteron erhöht offenbar auch die Körpergröße. Fischweibchen können dadurch mehr Rogen produzieren, so Mank.

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