Mimik: Angst erkennen wir am schnellsten

Angst erkennen wir am schnellsten
Angst als Gefahrenindikator

Angstvoll aufgerissene Augen registrieren wir schneller als ein glückliches Gesicht. Grund: die Evolution

Wer die Aufmerksamkeit seines Gegenübers auf sich ziehen will, sollte es nicht mit einem breiten Lächeln, sondern mit einem ängstlich verzerrten Gesichtsausdruck versuchen. Denn Angst nehmen wir schneller wahr als Lächeln. So nahmen die Testpersonen einer US-Studie Furcht im Gesicht ihrer Gegenüber schneller wahr als einen neutralen oder sogar glücklichen Gesichtsausdruck.

Die Augen spielen bei diesem Erkennungsmechanismus eine besondere Rolle. Angstvoll aufgerissene Augen haben eine besondere Form. Es wird mehr vom weißen Teil des Augapfels gesehen – was wiederum sehr einfach vom Gegenüber erkannt werden könne.

Die amerikanischen Wissenschaftler der Vanderbilt Universität in Tennessee denken, dass das Gehirn wahrscheinlich bestimmte Signale in der Umwelt entdeckt, bevor sie bewusst wahrgenommen werden. Ein wichtiger Mechanismus, denn bei möglichen Gefahrensituationen weist unsere Aufmerksamkeit gleich in die richtige Richtung. Ein Lächeln hingegen signalisiert erst mal Sicherheit – und der muss keine besonders schnelle Aufmerksamkeit gezollt werden.

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