Gedächtnisleistung: Anstrengung macht vergesslich

Körperliche Anstrengung beeinträchtigt unser Erinnerungsvermögen
Wer sich bis zur Erschöpfung austobt, kann sich offenbar weniger gut daran erinnern, was davor geschah

Bitte nicht zu wild treiben: Wer sich körperlich total verausgabt, kann sich schlechter erinnern

Wenn Sie sich plötzlich nicht mehr an den Typen erinnern können, der eben noch mit dem nagelneuen Flachbildfernseher aus Ihrer Wohnung marschiert ist, liegt das wahrscheinlich an der wilden Verfolgungsjagd, die Sie anschließend hingelegt haben. Forscher der Universität Portsmouth in Kanada wollen nämlich in einer Studie herausgefunden haben, dass körperliche Anstrengung unser Erinnerungsvermögen beeinträchtigt und zum Beispiel dann versagt, wenn es heißt, einen Täter zu identifizieren.

Für ihre Studie hatten sich 52 erfahrene und trainierte Polizisten einem Experiment unterzogen. Sie wurden Zeugen eines gespielten Raubüberfalls und sollten sich dabei alle Details zum Täter einprägen. Die eine Hälfte der Probanden tobte sich anschließend an einem Boxsack aus. Die restlichen Polizisten hingegen sollten sich ganz ruhig verhalten.

Anschließend mussten die Studienteilnehmer eine Täterbeschreibung abliefern und den Täter bei einer Gegenüberstellung mit 5 Personen erkennen. Während die Polizisten, die sich ein imaginäres Duell geliefert hatten, wesentlich weniger Details wiedergeben konnten, schnitten ihre Kollegen bei der Gegenüberstellung sogar doppelt so gut ab.

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