Bläschen im Blut: Anzeichen für Taucherkrankheit

Wer bei der Dekompression nicht aufpasst, muss in der Druckkammer nachsitzen
Wer nach dem Tauchvergnügen starke Muskel- oder Kopfschmerzen bekommt, muss in die Druckkammer

Wer in der Sommerhitze lieber abtauchen will, sollte aufpassen: die Symptome der Dekompressionskrankheit tauchen mitunter erst nach Stunden als Muskelschmerzen auf.

Ab ins Wasser und den Fischen guten Tag sagen. Wer den Karibik-Urlaub gebucht hat und sich im Geist schon als Taucher über exotische Korallenriffs gleiten sieht, sollte trotzdem die Sicherheit nicht vergessen: Eine Dekompressionskrankheit kann sich nämlich erst Stunden nach dem Tauchgang bemerkbar machen – und zwar zunächst durch unspezifische Beschwerden, schreibt der Mediziner Marcus Jäger von der Universität Düsseldorf. 

Rückenschmerzen können erste Anzeichen dafür sein, dass beim Tauchen etwas schief gelaufen ist, auch wenn man im Boot noch glücklich und fidel von dem Erlebten schwärmt. "Die Muskelgruppen, die nach dem Tauchgang am meisten beansprucht werden, entwickeln häufig die ersten Symptome. Sie werden vermehrt durchblutet und daher besonders von ausfallenden Gasblasen gereizt", schreibt Jäger in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift.

Druck ausüben
Der Körper benötigt nämlich nach einem Tauchgang in der Tiefe eine gewisse Zeit zum Auftauchen, um sich wieder an den Druck auf der Wasseroberfläche zu gewöhnen. Anderenfalls können die Atemgase, die beim Tauchen im Blut gelöst wurden, nicht wieder entweichen. Wer zu schnell hoch kommt, hat einen Überschuss an gelöster Atemluft im Blut, die dann schlagartig frei wird. Das kann mit Rückenschmerzen beginnen und mit Lähmungserscheinungen und Tod enden.

Wer also innerhalb von ein bis zwei Tagen nach dem Tauchvergnügen starke Muskel- oder Kopfschmerzen bekommt, sollte sich schleunigst zum Arzt begeben und von dort eventuell gleich in die Druckkammer – auch, wenn er nach allen Regeln getaucht ist. 

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