Medikamenten-Statistik: Arbeitslosigkeit macht krank und dick

Arbeitslose sind häufiger krank
Menschen ohne Job sind häufiger von Herz-Kreislaufschwäche betroffen

Arbeitslose werden häufiger krank und haben mehr Probleme mit Übergewicht als Menschen mit Job

Arbeitslose sind offenbar häufiger krank und dick als Menschen, die einen festen Job haben, so das Ergebnis des Arzneimittel-Atlas 2008 vom IGES-Institut in Berlin. Möglicher Grund: Menschen, die keinen Job finden, stehen unter extremem Stress. Übergewicht und Krankheit seien die Folge.

Arbeitslosigkeit mache insbesondere herzkrank, erklärt Studienleiter Betram Häussler. Menschen ohne Job seien häufiger von Blutdruckerkrankungen, Herz-Kreislaufschwäche und Fettleibigkeit betroffen.

Dass IGES untersuchte den Medikamenentenverbrauch in Deutschland. Ergebnis: In Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit wird deutlich mehr verschrieben, so Häussler. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 52 Tagesdosen pro gesetzlich Versicherten, in Hamburg dagegen nur 32, fanden die Forscher heraus. Der Medikamentenverbrauch sei im Osten Deutschlands höher als im Westen.

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