Schmerzmittel: Aspirin kommt aus der Weide

Aspirin kommt aus der Weide
Hier soll Aspirin seine Wurzeln haben

Der Ursprung des Medikaments Aspirin liegt anscheinend in der Weide

Etwa 5000 Jahre alt soll die indische Medizinlehre "Ayurveda" sein. Deutsche Naturheilkundler berufen sich auf mittelalterliche Traditionen wie die des Arztes Paracelsus oder auch prominente Mediziner des 19. Jahrhunderts wie Sebastian Kneipp. Im Garten des Aztekenkönigs Montezuma blühten schon im 16. Jahrhundert über 4000 verschiedene Heilpflanzen. Shoshone-Indianerinnen kauten Steinsamenkraut zur Verhütung – inzwischen isolierten Chemiker daraus eine östrogenartige Substanz, die dem Inhaltsstoff der Pille ähnelt.

Auch Aspirin hat ein natürliches Vorbild: Salicin, die Vorstufe des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure. Sie wurde 1897 aus Weidenrinden isoliert, mit denen Heilkundige seit mehr als 2000 Jahren Entzündungen und Schmerzen bekämpfen. Auch heute lindern Rheumatiker mit Weidenrinden-Extrakten ihre Pein und senken so die Dosis nebenwirkungsreicherer Schmerzmittel. Wie alle Pflanzen enthält Weidenrinde einen ganzen Wirkstoff-Cocktail. "Gerbstoffe, Flavonoide und Saponine lindern zusätzlich die Schmerzen", so die Pharmakologin Dr. Sigrun Chrubasik aus Freiburg, Expertin für pflanzliche Schmerzmittel.

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