Luftnot : Das hilft gegen Asthma

Wenn das Durchatmen schwer fällt
Nicht selbstverständlich: Wenden Sie den Inhalator richtig an

Wie Sie Asthmaanfällen vorbeugen und was Ihnen im Notfall wieder beim Durchatmen hilft

Ursachen: Bei einem Asthmaanfall verkrampfen sich die Atemwege. Die Bronchien ziehen sich plötzlich zusammen, man spürt eine Enge in der Brust, bekommt kaum Luft, hustet und keucht. In vielen Fällen sind daran Allergien schuld (am häufigsten durch Pollen, Tierschuppen, Staubmilben und Schimmelpilze). Weitere mögliche Auslöser: Infektionen der Atemwege oder körperliche Anstrengung.

Vorbeugung

  • Rauch meiden: Egal ob Zigarettenrauch, ein offener Kamin oder Küchendampf: Jegliche „Luftverschmutzung“ kann das Atmen erschweren oder sogar einen Asthmaanfall auslösen
  • Vorsicht: Kälte! Kaltluft belastet das Atmungssystem und kann dadurch einen Anfall verursachen. Deshalb im Winter draußen nur durch die Nase atmen (erwärmt und befeuchtet die Luft)
  • Schwimmen gehen: Schwimmen ist für Asthmatiker die ideale Sportart: Die Anstrengung kann gut dosiert werden, die Atemmuskulatur wird gestärkt, die Luftfeuchtigkeit bindet Staub und allergieauslösende Substanzen, der Rachen trocknet nicht so leicht aus. Trotzdem gehören auch hier die Medikamente vorsichtshalber ins Sportgepäck!
  • Das Immunsystem stärken: Jede Erkältung belastet die Atemwege zusätzlich und erhöht damit das Asthmarisiko. Die Körperabwehr läßt sich durch gesunde Ernährung (viel Obst und Gemüse), Wechselduschen und Bewegung trainieren. Nikotin, Alkohol, zu trockene Luft und Streß sind die ausgemachten Hauptfeinde des Immunsystems
  • Gewisse Speisen meiden: Manche Nahrungsmittel können einen Asthmaanfall auslösen. Beispiele dafür sind Milch, Eier, Nüsse und Meeresfrüchte. Verzichten Sie in Zukunft lieber darauf

Selbsthilfe

  • Kaffee trinken: Koffein kann im Notfall helfen, wenn man feststellt, daß man seine Medikamente nicht zur Hand hat oder diese aufgebraucht sind. Zwei Tassen starker Kaffee, heißer Kakao oder auch ein wenig Schokolade wirken bronchienerweiternd – allerdings nur kurzzeitig. Mit Koffein kann man deshalb nur die Zeit überbrücken, bis man wieder an seine Medikamente herankommt
  • Vitamin B6 hilft: Fünfzig Milligramm Vitamin B6 täglich können die Schwere von Asthmaanfällen reduzieren. Natürliche Quellen sind zum Beispiel Fleisch, Seefisch, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Bananen, Avocado, Soja und grünes Gemüse. Pharmazeutische Präparate, die diesen Wirkstoff enthalten, sollte man nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen, weil Vitamin B6 in hohen Dosen giftig ist
  • Den Inhalator richtig anwenden: Wichtig, gerade im Notfall: Inhalator im Abstand von zwei bis fünf Zentimetern vor den Mund halten, einmal möglichst tief und langsam durchatmen. Erst dann den Stutzen in den Mund nehmen, mit den Lippen fest umschließen und beim Einatmen den Inhalationsstoß auslösen. Während des Hubes weiter einatmen und den Atem möglichst drei bis fünf Sekunden anhalten
  • Entspannen: Autogenes Training, Atemgymnastik oder andere Entspannungstechniken helfen im Notfall, denn Angst verschlimmert einen Asthmaanfall!
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