Schlafapnoe: Atemaussetzer beeinflussen Cholesterinwert

Wenn die Luft ausbleibt
Besser nur in den Träumen die Luft anhalten

Nächtliche Atemaussetzer beeinflussen offenbar die Blutfettwerte – das Herzinfarkt-Risiko steigt

Atemaussetzer beim heftigen Schnarchen können laut einer Studie das Herzinfarktrisiko ansteigen lassen. Denn wenn der Atem im Schlaf still steht, sinkt die Konzentration des "guten" Cholesterins im Blut, so Jan Börgel von der Ruhr-Universität in Bochum.

Der Kardiologe und seine Kollegen hatten bei 480 Patienten mit dem Schlafapnoe-Syndrom (SAS) die Blutfettwerte auf die Häufigkeit ihrer nächtlichen Atemaussetzer hin kontrolliert. Je zahlreicher die Atemstillstände bei den Probanden, desto mehr sank der HDL-Cholesterinwert im Blut. Entgegengesetzt stieg der "schlechte" Cholesterinspiegel (LDL). Durch eine Überdruckbeatmung konnten die Blutfettwerte wieder normalisiert werden.

Bedeutendes Risiko für einen Herzinfarkt

Eine weitere Studie am Münchner Rotkreuzkrankenhaus zur Schlafapnoe zeigt, warum das Herz durch Atemstillstände im Schlaf belastet wird. Jeder Aussetzer führt demnach zu einer Alarmreaktion im Körper, so Thomas von Arnim. Blutdruck, Stresshormone und Puls stiegen an und könnten so zusammen mit der schlechteren Sauerstoffversorgung einen Infarkt begünstigen.

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