Stimmungs-Schwankungen bei Männern

1101 Sex zu früh
Das konnte ihm den Blues geben: Er war wieder schon im Aufzug gekommen.

Bis jetzt konnten nur Frauen sich bei ihren Stimmungsschwankungen mit ihrem Zyklus rausreden. Ab jetzt gilt diese Ausrede auch für Männer, haben Forscher nachgewiesen.

Zyklusabhängige Stimmungsschwankungen: Auf die bis jetzt nur bei Frauen belächelte Ausrede, können sich in Zukunft auch die Vertreter des starken Geschlechts berufen. Das hat der schottische Mediziner Gerald Lincoln in Edinburgh herausgefunden: Sinkt bei den Kerlen der Spiegel des Männlichkeits-Hormons Testosteron im Blut ab, geht auch in ihrem Gemüt die Sonne unter. Sie werden gereizt und launisch.

Charakteristisch sind diese Stimmungstiefs für die "männlichen Wechseljahre" etwa ab 50 Jahren. Dann sinkt der Testosteronspiegel kontinuierlich ab und die Männer werden von Antriebsschwäche, Müdigkeit und Depressionen gequält.

Aber Lincoln beobachtete den Hormon-Blues bereits bei jüngeren Männern: in extremen Situationen wie Scheidung, schweren Krankheiten oder Trauerfällen steigt die Konzentration des Stresshormons Kortisol an und im gleichen Maß fällt die von Testosteron ab. Wenn es also ernst wird, schaltet der Körper um von Sexprotz auf Krisenbewältigung. Die Folge: Männer werden launisch. Sie benehmen sich emotionaler, sind empfindlicher, ziehen sich von der Umwelt zurück und weinen schneller.

Wie hoch aber genau der normale Testosteronspiegel ist, und wann die Grenze zur Depression überschritten wird, ist bisher unklar.

Also aufgepasst: wenn Ihre Kumpels Sie als zickig bezeichnen, könnten die glatt recht haben. Aber immerhin liegt Ihre Antwort dann auf der Hand: Sie haben Ihre Tage.

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