Herzinfarkt gefährdet auch Dünne

Schlank sein alleine reicht nicht aus, um sicher vor Herzerkrankungen zu sein – die körperliche Fitness ist genauso wichtig, fanden Forscher aus Kanada heraus.

Nur wer schlank und fit ist, ist so gut wie sicher vor einem Herzinfarkt. Beide Faktoren, Gewicht und körperliche Verfassung spielen unabhängig von einander eine gleichwertige Rolle bei der Minimierung des Herzinfarktrisikos. Das fand Dr. Peter T. Katzmarzyk von der York-Universität in North York, Kanada heraus.

In einer Studie mit 623 untrainierten Personen untersuchte der Forscher diese Zusammenhänge nach folgender Methode: Mit seinen Kollegen maß er den Fettanteil der Probanden und deren Sauerstoffaufnahme-Fähigkeit. Damit ermittelten sie die Werte für die Herzinfarkt-Wahrscheinlichkeit mit einer mathematischen Formel. Diese hatten die Wissenschaftler bei früheren Untersuchungen herausgefunden.

Katzmarzyk fand heraus, dass Schwergewichtige ein zu 83 Prozent höheres Infarktrisiko haben als Schlanke – das alleine überrascht aber noch nicht. Anhand der Sauerstoffaufnahme ermittelten die Wissenschaftler die Fitness ihrer Probanden. Dabei fanden sie heraus, dass die mit der größten Sauerstoffaufnahmefähigkeit ein 62 prozentig geringeres Risiko für koronare Herzerkrankungen haben, als die Unsportlichsten in der Untersuchung.

Katzmarzyk weist darauf hin, dass "Fett und Fitness gleichermaßen und unabhängig voneinander wichtige Faktoren für die Vermeidung von Herzinfarkten sind."

Also auch für die Schlanken gilt: runter von der Couch und rein in die Jogging-Schuhe.

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