Bagatelle mit Folge: Aufgeplatzte Augenbrauen

Wenn die Augenbraue aufplatzt
Unter Boxern gefürchtet: Wenn nach einem Punch die Augenbraue aufplatzt, ist der Kampf oft zu Ende

Theoretisch ist ein Riss in der Augenbraue keine große Sache. Praktisch schon, denn auch wegen dieser Bagatelle kann es zum Kampfabbruch kommen

"Ein Cut kann dermaßen stark bluten, dass der Boxer nichts mehr sieht", so Ringarzt Gruber. Besonders problematisch wird es, wenn zu einem waagerechten Cut noch ein senkrechter kommt.

Verzieht sich das Oberlid während des Heilungsprozesses, schließt es später nicht mehr richtig. Das Auge bliebe ungeschützt und würde erblinden. Damit das nicht passiert, steht während des Kampfes der Cutman bereit. Er behandelt die Wunden seines Schützlings. "Zuerst kühlt er den Cut, dann steckt er mit Adrenalin getränkte Wattestäbchen zum Blutstillen hinein. Schließlich kommt weiße Vaseline auf die Brauen, damit die Schläge des Gegners abrutschen", erläutert Dennie Mancini, seit fast 50 Jahren Cutman bei Profikämpfen.

Nach der letzten Runde näht ein Arzt die großen Platzwunden. Sie haben keinen eigenen Cutman? Dann stoppen Sie die Blutung durch einen Druckverband (Wundauflage drauf, fixieren) und suchen schnellstmöglichst einen Doc zum Nähen oder Klammern auf. Auch wenn viele Boxergesichter nach dem Kampf wie matschiger Pflaumenkuchen aussehen: „Nach zehn Tagen sind die meisten Cuts verheilt“, sagt Gruber.

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