Suchtverhalten: Auslöser und Folgen der Ritalinsucht

Medikamente haben ein hohes Suchtpotential
1,5 Millionen Menschen sind medikamentenabhängig

Was führt zur Abhängigkeit von Ritalin? Was hat es für Folgen? Wie sind die Erfolgsaussichten eines Entzugs?

Vor allem Stress kann als Auslöser für die illegale Einnahme dieses Medikaments gesehen werden. So ist auch zu erklären, warum ausgerechnet Ritalin der Favorit ist. Denn eine seiner hervorstechendsten Wirkungen ist die höhere Leistungsfähigkeit. Süchtige verstärken die fatale Wirkung des Medikaments noch, indem sie es pulverisieren und dann entweder schnupfen oder in Wasser auflösen und dann direkt in die Venen spritzen.

Wenn Süchtige Ritalin in sehr hohen Dosen nehmen, dann kann es laut Cesar zum Auftreten schwerer Angst, Muskelkrämpfen, Schlaflosigkeit und anderen psychotischen Zuständen verbunden mit Realitätsverlust führen. Auch sind Embolien, also Verstopfungen von Lungen- Und Hirngefäßen, wahrscheinlich. Doch erschreckenden 69% Jugendlichen ist die Bewusstseinserweiterung dieses Risiko wert, so das amerikanische Wissenschaftsjournal „Nature“, die im Dezember 2007 eine Studie von den Psychiaterinnen Barbara Sahakian und Sharon Morein-Zamir von der britischen Universität Cambridge publizierten. Dabei drohen Süchtigen, die einen Entzug beginnen, häufig Depressionen sagt Drogenberaterin Gisela Nauruschat.

Laut „Arbeitskreis Sucht“ der Universität Halle wird davon ausgegangen, dass 1,5 Millionen Menschen von Medikamenten abhängig sind. Ritalin kann außerdem als Einstiegsdroge gesehen werden: eine Studie , über die die amerikanische Medienanstalt WMUR aus New Hampshire berichtet, belegt, dass der Prozentsatz der Süchtigen von harten Drogen, bei denen die vorher Ritalin eingenommen haben, weitaus höher ist, als bei anderen. Auch wurde Ritalin als „stark süchtigmachend“ von der amerikanischen Regierungsbehörde für Drogenmissbrauch (DEA) eingestuft.

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