Chefingenieur: Auto starten

Nicht jedes Auto bleibt pannenfrei
Wenn der Wagen keinen Mucks macht

Wie gut, dass Sie sich mit schwachen Batterien auskennen

Die halbe Nacht hat Schatzi im Scheinwerferlicht auf allen Vieren nach ihrer Kontaktlinse gesucht. Die andere Hälfte hat sie sich im Bett gewälzt – schließlich ist heute ihr großer Tag in der Firma. Zumindest, wenn es bis dahin gelungen ist, ihren Wagen zu starten. Denn der macht keinen Mucks. Wie gut, dass Sie sich mit schwachen Batterien auskennen: Verkneifen Sie sich jeden Kommentar, holen Sie lieber Ihr Starterkabel (DIN-Norm 72553, mindestens 16 qmm Kabelquerschnitt, beim Diesel 25 qmm).

Fahren Sie mit Ihrem Wagen dicht an Schatzis Auto ran, Seite an Seite oder aber mit den Motorhauben zueinander. Jetzt kommt das Kabel: Die beiden Pluspole mit den roten Klemmen verbinden. Genau hingucken, denn „bei Fehlanschluss kann ein einziger Funke den Wasserstoff aus der Batterie entzünden und alles explodiert“, erklärt Diplomingenieur Helmut Schmaler vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg. „Die herumspritzende Batteriesäure verätzt Augen, Haut, Kleidung und den Lack.“

Mit der schwarzen Klemme verbinden Sie Ihren Minuspol nicht mit der leeren Batterie, sondern klammern ihn als Erdung an ein festes Metallteil im Motorblock von Schatzis Auto. „Bei Minus zu Minus können sich Knallgase entwickeln und die Lichtmaschine des Nehmers oder Elektronik-Bauteile des Gebers zerstören“, warnt der Experte. Starten Sie jetzt Ihren Motor, dann das andere Auto. Springt Schatzis Wagen an, erst das schwarze Minuskabel, danach das rote Pluskabel abnehmen. Um die Batterie neu aufzutanken, muss der Wagen jetzt 30 Kilometer zügig gefahren werden. Leihen Sie ihr also lieber Ihr Auto.

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