Aquaplaning: Autofahren bei Nässe

Bei Aquaplanung: Lenkrad gerade halten!
Bei Aquaplanung: Lenkrad gerade halten!

Nasse Straßen lassen Autofahrer auch mit Winterreifen gerne ins Schlittern kommen. Was Sie bei Aquaplaning machen müssen

Nässe: Halten Sie bei Aquaplaning das Lenkrad gerade. „Beim Lenken kann es passieren, dass der Wagen in Radrichtung fährt, sobald der Bodenkontakt wieder da ist“, rät Sepp Leinfelder, Fahrtrainer aus Friedberg (drive-and-fun.de). Bei einer Vollbremsung kuppeln Sie schnellstmöglich aus, damit das Anti-Blockier-System ungehindert arbeiten kann. Vorsicht, Rutschpartie! In den ersten drei Minuten eines Regenschauers vermischt sich das Wasser auf der Straße mit Schmutz und Öl.

Matsch: Fahren Sie unbedingt mit niedriger Drehzahl, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Auf weichem Untergrund müssen Sie mit Gefühl vorgehen, damit sich die Räder nicht eingraben. Nutzen Sie vorhandene Spurrillen und fahren Sie in Kurven langsam. Oft lässt sich die Lenkbewegung nicht auf die Fahrbahn übertragen, weil das Reifenprofil zugeschmiert ist.

Sand: Fahren Sie in bereits ausgefahrenen Rillen, denn dort ist der Untergrund meistens fester. Leinfelder: „Reduzieren Sie den Reifendruck auf 1,0 bis 1,3 bar, das erhöht die Auflagefläche des Reifens und bringt mehr Traktion. Nehmen Sie weiche Sandlöcher mit viel Schwung, um nicht stecken zu bleiben. Sand bremst grundsätzlich die Fahrt. „Bewegen Sie sich darum in dem Drehzahlbereich, in dem Ihr Motor am meisten Leistung bringt.“

Schnee: Hier frieren Spurrillen schnell ein. Fahren Sie seitlich versetzt außerhalb der Spur, da haben die Räder mehr Haftung. Schalten Sie frühzeitig in den nächsten Gang und vermeiden Sie ruckartiges Gasgeben, damit die Räder nicht durchdrehen.

Eis: „Wenn Sie vor sich eine Spiegelfläche wahrnehmen, drosseln Sie rasch das Tempo.“ Dann den Wagen übers Eis rollen lassen, dabei wenig lenken oder bremsen. Achtung! Auf Brücken, in Wäldern und Senken sammelt sich Nässe, die schnell gefriert.

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