Verkehrsregeln im Winter: Rechtsfragen bei Schnee und Eis

Lassen Sie sich bei Schnee nicht aufs Glatteis führen
Lassen Sie sich beim Fahren im Schnee nicht aufs Glatteis führen

Damit Sie beim Fahren im Schnee nicht ins Schleudern geraten, haben wir Rechtsfragen bei Winterverhältnissen geklärt

Darf ich den langsam fahrenden Schneepflug vor mir überholen?
Solange es die Straßenverhältnisse zulassen, ja. Jost Kärger, Rechtsexperte des ADAC aus München: "Ihn zu überholen ist aber sinnlos, schließlich sorgt er für befahrbare Straßen."

Muss ich alle vereisten Scheiben an meinem Wagen freikratzen?
Ja, denn die Sicht darf in keine Richtung beeinträchtigt sein. Wer aus reiner Bequemlichkeit lediglich ein kleines Guckloch freikratzt, muss mit einem Bußgeld von 10 Euro rechnen.

Bezahlt die Versicherung auch Lackschäden durch Streugut?
Nein, weder wenn Ihr Auto selbst betroffen ist noch wenn Ihr Wagen Rollsplitt aufgewirbelt hat. Der Fahrer muss immer für den nötigen Abstand sorgen. Ein Anspruch besteht nur dann, wenn die parkenden Pkws durch vorbeifahrende Winterdienste beschädigt werden.

Wer hat schuld, wenn bei Glatteis ein Auffahrunfall passiert?
Wie im Sommer gilt: der Auffahrende. Kärger: "Im Winter müssen Sie mit vereisten Verkehrsstraßen rechnen, den Fahrstil anpassen."

Gelten Schilder für mich auch dann, wenn sie zugeschneit sind?
Na klar! Stopp und Vorfahrt gewähren etwa erkennt man allein schon an den Formen der Schilder. Ist eines mal nicht zu identifizieren, fahren Sie vorsichtig. Im Zweifel müssen Sie  die Sichtbehinderung beweisen. Einzige Ausnahme: Sie sind nachweislich ortsunkundig.

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