Geburtshelfer: Baby zur Welt bringen

Nur keine Panik!
Nur keine Panik!

Wie gut, dass Sie sich mit schwachen Batterien auskennen

Pünktlich zum Feierabend bei Ihrem ersten Glas Wein setzen die Wehen ein. Der Taxifahrer heizt, was der Diesel hergibt, da haucht die werdende Mutter: „Es geht los.“ – „Das sagtest du bereits“, erwidern Sie nervös. Doch diesmal meint sie es ernst: Sie will Ihren Sohn partout auf dem muffigen Rückbank-Bezug zur Welt bringen. Trotzdem sollten Sie ihr dabei helfen:

  1. Die Ruhe bewahren, wir sind ja bei Ihnen. Stoppen Sie den Wagen.
  2. Der Taxifahrer holt per Notruf einen Arzt.
  3. Erinnern Sie die Gebärende daran, dass sie atmet und presst, wie sie’s gelernt hat. „Das Kind kommt von allein“, erklärt Professor Werner Rath, Direktor der Universitäts-Frauenklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Aachen. „Bloss nicht am Kopf zerren oder, im Falle einer Steißgeburt, an den Füßchen ziehen.“
  4. Aufpassen, dass der Winzling sanft landet.
  5. „Das Baby auf Beckenniveau der Mutter lassen, nicht hochheben. Sonst könnte Blut aus der Nabelschnur zurücklaufen und eine Blutvergiftung verursachen“, warnt der Experte.
  6. Das Wichtigste ist jetzt Wärme. „Nass und glitschig, wie es aus dem Mutterleib kommt, kühlt das Baby schnell ab.“ Tupfen Sie es sauber und wickeln Sie es warm ein – in eine Decke, einen Pullover, notfalls in Zeitungspapier.
  7. Lassen Sie den Nabel in Ruhe. Das ist nichts für fahrige Männerhände.
  8. Nicht erschrecken, wenn nach vier bis sechs Minuten Nachwehen einsetzen, ein schleimiger Brocken aus Ihrer Frau quillt. Das ist die Plazenta (Mutterkuchen).
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