Lebensmittel richtig lagern: So haben Bakterien im Kühlschrank keine Chance

Eier finden im Eierfach des Kühlschranks die optimale Lagertemperatur
Aufgepasst! Im Kühlschrank nisten sich gern auch unwillkommene Bewohner ein

In einem falsch eingeräumten Kühlschrank nisten sich schneller fiese Bakterien ein. Wir erklären, wohin welche Lebensmittel gehören

Kühlschränke besitzen unterschiedliche Temperaturzonen – und jedes Lebensmittel hat eine eigene Wohlfühltemperatur. "Lagert es zu warm, verdirbt es frühzeitig, dann können sich sehr schnell Krankheitserreger bilden", so Dr. Heidi Wichmann-Schauer vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin.

Diese Lebensmittel gehören nach oben

Warme Luft steigt nach oben. Im höchsten Fach ist es also mit etwa 8 bis 10 Grad relativ warm. Ideal für Aufschnitt wie Käse, Salami und Schinken, jedoch auch für bereits zubereitete Speisen. Gekochtes und Gebratenes lassen Sie abkühlen, lagern es in verschließbaren Gefäßen – das hält länger frisch und schützt vor Gerüchen. Wärmer als im obersten Fach ist es mit 10 bis 12 Grad in der Tür. Platz für Eier, Soßen, Getränke und Butter. Letztere bleibt dort streichzart.

Ins mittlere Fach gehören ... 

... bei rund 4 bis 5 Grad neben Milch, die sich so länger hält als in der Tür, auch alle anderen Arten von Milchprodukten wie Jogurt, Sahne und Quark.

Ein Stockwerk tiefer ... 

Das Fach über dem Gemüse ist mit 0 bis 2 Grad die kälteste Zone im Schrank: optimal für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch und Fleisch. Frischfleisch immer gut verpacken – das schützt vor einer Übertragung von Bakterien in Fleischsaft-Tropfen. "Schon kleine Mengen können gefährliche Krankheiten auslösen", sagt die Expertin. 

Gemüseschublade

Die Gemüseschublade schützt vor zu viel Kälte. Denn bei warmen 8 bis 12 Grad fühlt sich Grünzeug wohl und behält sein Aroma. Am besten eingepackt lagern, denn selbst frische Lebensmittel können Keime haben. Für lange Knackfrische wickeln Sie das Gemüse in ein feuchtes Tuch.

Fazit & Tipps

Brot, Kartoffeln, Tomaten und Südfrüchte nicht kühlen. Grund: Sie verlieren ihr Aroma oder faulen schneller. Und Sie haben so mehr Platz. Denn ist Ihr Kühlschrank überfüllt, zirkuliert die Luft nicht, und die Kühlleistung lässt nach. Zwischen einzelnen Lebensmitteln immer ein wenig Platz lassen. Ist das nicht möglich, muss etwas raus. Checken Sie wöchentlich das Haltbarkeitsdatum der Speisen und kochen Sie öfter coole Restemenüs.

 

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