Instabilitätstraining: Balance-Halbball intensiviert jedes Workout

Trainingsgeräte Lexikon: Balance-Halbball
Mit dem Balance-Halbball setzen Sie neue Trainingsimpulse

Mit dem Balance-Halbball können Sie jedes Fitness-Ziel erreichen. Hier erfahren Sie, wie das passende Training aussieht. Zudem helfen Ihnen unsere Tipps bei der Kaufentscheidung

Stellen Sie sich vor, Sie schneiden einen Gymnastikball in der Mitte durch und befestigen eine der Hälften auf einer stabilen Kunststoff-Platte – fertig ist ein Balance-Halbball. Gut, Produkte wie der „BOSU Balance Trainer“ oder der „Togu Jumper“ sind natürlich professionell verschraubt. Klingt dennoch nach einer halben Sache? Von wegen, der Balance-Halbball lässt sich doppelt und zigfach einsetzen! Und zwar zum Balance-, Kraft- und Kardio-, sowie zum Koordinations-Training. Wobei sich die einzelnen Ziele locker miteinander verbinden lassen.

BALANCE-HALBBALL IM SCHNELL-CHECK

Größe: von 45 bis 65 Zentimetern Durchmesser
Höhe: zwischen 18 und 25 Zentimetern
Gewicht:zwischen 4,5 und 7 Kilo
Material:Vinyl oder Ruton, ein spezielles PVC (Ball), Vinyl oder Glasfaser (Boden)
Belastbarkeit:zwischen circa 150 Kilo und rund 200 Kilo
Beanspruchte Muskulatur: es gibt keinen Muskel, der sich mit dem Tool nicht trainieren lässt
Preis: zwischen rund 80 und circa 195 Euro
Hersteller: zum Beispiel BOSU®POWRX® oder Togu®

Das bringt Ihnen das Training mit dem Balance-Halbball

Egal auf welcher Seite Sie den Balance-Halbball nutzen, die Instabilität bewirkt in jedem Fall, dass Sie in Form kommen. Liegt das Gerät mit der geraden Fläche auf dem Boden, sorgt das Luftkissen zum Beispiel bei der Kniebeuge für promillefreie Schwankungen. Ein Angriff auf Ihre Tiefenmuskulatur, Ihr Koordinationsvermögen und Gleichgewicht! Das Zusammenspiel des Trios hindert Sie daran, beim Muskelworkout auf die Nase zu fallen und eine korrekte Haltung zu bewahren. Drehen Sie den Balance-Halbball um, kippt das Ganze nach vorn, hinten oder zur Seite weg – das gilt es mittels Körperspannung zu vermeiden. Klassische Bodyweight-Übungen lassen sich also mit dem Balance-Halbball locker intensivieren. Aber auch Kraft-Moves mit Gewichten wirken durch die instabile Halbkugel noch effektiver.

Hier können Sie mit dem Balance-Halbball trainieren

In der Functional-Training-Ecke Ihres Fitnessstudios werden sich mindestens 2 von den Balance-Halbbällen finden. Alle besetzt? Schauen Sie im Kursraum nach, dort sind die Kleingeräte oft nochmal gestapelt im Groupfitness-Bereich zu finden. Hinterher zurückbringen nicht vergessen!

Trainingsgeräte Lexikon: Balance-Halbball
Beim Training mit dem Balance-Halbball lassen sich viele Übungen zusätzlich intensivieren

Das müssen Sie beim Kauf eines Balance-Halbballs beachten
Der Balance-Halbball wird in unterschiedlichen Größen angeboten. Wenn Sie viel Kardiotraining machen, empfiehlt sich die größere Variante, die hat mehr Trittfläche. Für überwiegend statische Einsätze reicht in der Regel eine kleinere Größe. Bedenken Sie zudem: irgendwo in der Wohnung muss das Gerät auch stehen. Bevor es als optischer und sachlicher Störenfried für immer in den Keller gesperrt wird, besser kleiner denken. Übrigens geht dem Balance-Halbball gelegentlich die Puste aus. Überprüfen Sie daher regelmäßig, ob die vorgegebene Höhe noch stimmt und füllen Sie bei Bedarf die Luft mit der mitgelieferten Pumpe nach. Erhältlich ist der Balance-Halbball im Sportfachhandel oder in diversen Internet-Shops.

Die besten Übungen mit dem Balance-Halbball
So trainieren Sie Ihre Kraft mit dem Balance-Halbball:

Der Klassiker, die Liegestütz. Zeigt die Platte nach oben, können Sie diese seitlich umfassen und loslegen. Zur Steigerung stehen die Füße dabei auf einem zweiten Balance-Halbball, dieser zeigt jedoch mit der Kugel nach oben. Alternativ können Sie auch nur die Füße auf der Halbkugel stehen haben und die Hände auf den Boden stützen. Oder nur eine Hand aufstützen und die andere am Boden haben. Diese Variante lässt sich auf beiden Seiten ausführen.

So trainieren Sie Ihre Ausdauer mit dem Balance-Halbball:
Seitliche Wechselsprünge, Laufen auf der Stelle, Seilspringen (nur für Super-Profis!) – der Bounce-Effekt des Balance-Halbballs intensiviert jede Übung, die bereits auf ebenem Untergrund für Schweißtropfen auf der Stirn sorgt. Dazu liegt die Platte natürlich auf dem Boden. Achten Sie darauf, dass kein Handtuch oder Feuchtigkeit die Standfestigkeit des Geräts beeinträchtigt.

So trainieren Sie den Rumpf-Bereich mit dem Balance-Halbball:
Setzen Sie sich auf die Mitte des Balance-Halbballs (na, welche Seite ist wohl oben?). Arme seitlich ausstrecken, gerader Oberkörper leicht nach hinten lehnen und die Füße einige Zentimeter über dem Boden halten. Und halten. Halten! Fortgeschrittene strecken dabei die Beine aus oder ziehen abwechselnd ein Knie zur Brust und strecken das andere zeitgleich nach vorn.

So trainieren Sie Ihre Koordination mit dem Balance-Halbball:
Platte auf den Boden bringen. Auf die Mitte des Balance-Halbballs stellen und einen Ausfallschritt nach hinten setzen. Dabei die Arme im rechten Winkel auf Schulterhöhe in der Luft halten. Fortgeschrittene drehen in der hinteren Schrittstellung den Oberkörper in Richtung des vorderen Beins. Profis legen sich zur Ausführung eine ordentliche Langhantel in den Nacken.

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