Joggen mal anders: Barfußlaufen im Sand

Laufen im Sand kräftigt die Muskulatur im Unterschenkel
Barfußlaufen im Sand ist gut bei Rückenproblemen

Am Strand zu joggen, hat einen großen Vorteil: Der weiche Boden macht Ihre Fußgelenke stark

Freiheit für die Füße! Nachdem die Laufschuh-Industrie alle möglichen Stützen und Laufhilfen entwickelt hat, um dem Fuß die Arbeit zu erleichtern, geht der Trend nun dahin, den Bewegungsapparat wieder verstärkt zu fordern. „Das geht hervorragend mit Barfußlaufen. Es ist eine gute Ergänzung zum normalen Laufen in Schuhen, denn es schult vor allem die Funktionsfähigkeit von Fuß- und Unterschenkel-Muskulatur“, erklärt Dr. Thomas Wessinghage, Leiter des Deutschen Zentrums für Präventivmedizin in Damp.

Zudem verbessert diese Art des Laufens auch die Körperhaltung. „Beim Barfußlaufen im Sand setzen Sie mit dem Vorfuß auf“, sagt der ehemalige Europameister auf der 5000-Meter-Distanz. Wie Sie Ihre Barfuß-Trainingseinheit gestalten, bleibt Ihnen überlassen, denn alles ist möglich: kurze Sprints, Intervalltraining oder auch lange Dauerläufe.

Nicht übertreiben!
Übertreiben Sie es aber nicht gleich. Wessinghage: „Im Sand zu laufen setzt gewisse athletische Fähigkeiten voraus, insbesondere eine einigermaßen kräftige Muskulatur in Fuß und Unterschenkel.“ Läufer mit sehr hohem Körpergewicht sollten generell darauf verzichten, auch wenn auf dem weichen Boden der Eindruck entsteht, dass die Gelenke geschont werden. „Dafür ist Barfußlaufen wiederum hilfreich bei Rückenproblemen, wenn es in Anpassung an die aktuelle Belastbarkeit eingesetzt wird“, erklärt der Buchautor (Laufen BLV, 19,95 Euro im Online-Shop).

Wenn Sie alle unsere Tipps befolgen, brechen Sie vielleicht den Weltrekord im 24-Stunden-Barfußlauf. Den hält derzeit mit 145,869 Kilometern Dietmar Mücke – allerdings auf Asphalt.

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