Schuh-Technik: Bauplan Laufschuh

Laufschuh
Ein Laufschuh verfügt über ziemlich komplexe Technik

Die Hersteller haben längst eine Wissenschaft aus der Schuh-Technik gemacht. Hier die wichtigsten Begriffe

Die vielen Begriffe, mit denen Hersteller ihre High-Tech-Schuhe anpreisen täuschen nicht darüber hinweg, dass es immer nur um eines geht: Sie sollen mit den Schuhen laufen können. Deshalb müssen sie zuerst passen, dann kommen Kriterien wie Festigkeit, Dämpfung und Flexibilität ins Spiel. Wie ein Schuh dafür sorgt, dass Sie ohne Qual Ihre Runden laufen können und wie es im Inneren aussieht, beschreiben wir unten.

  1. Obermaterial
    Der Oberbau umschließt den Fuß und stützt ihn. Entscheidend dafür ist die Fixierung auf dem Schuh, sie kann geklebt oder genäht sein. Das Obermaterial sollte haltbar, luft- und feuchtigkeitsdurchlässig sein. Die weich gepolsterte Zunge schützt vor Druckstellen auf dem Spann. Manche Hersteller arbeiten die Zunge in die restliche Polsterung ein, so dass man wie in einen Socken schlüpft. Falten durch verrutschte Zungen sind damit passé. Die stabile Fersenkappe sorgt für die sichere Position des Fußes im Schuh und verhindert ein seitliches Verrutschen, indem sie die Ferse wie ein Korsett umschließt.
  2. Einlage
    Die anatomisch dem Fuß angepasste Einlage dient dem Fuß-Komfort. Oft in mehreren Schichten aufgebaut, dient die oberste der Klima-Regulierung, die unterem dem Stützen und der Dämpfung. Feuchtigkeitsabsorbierende Stoffe verhindern zu starkes Schwitzen. Orthopädische Einlagen können individuelle Haltungsfehler des Fußes ausgleichen.
  3. Zwischensohle
    Das Herzstück aller Laufschuhe ist die Zwischensohle oder Mittelsohle. Diese besteht entweder aus weichem EVA-Kunststoff (Ethylen-Vinyl-Acetat) oder PU-Schaum (Polyurethan). Jeder Hersteller verwendet seine eigene Mischung. Auf Grund der starken Belastung ist die Haltbarkeit der geschäumten Materialien begrenzt. Die Hersteller haben darum den Schaum in den Hauptbelastungszonen durch langlebige und hochdämpfende Systeme ersetzt. Dabei gibt es große Unterschiede. Die Mittelsohle ist außerdem das stabilisierende Bindeglied zwischen Aufbau und Sohle eines Schuhs. Deshalb unterstützt sie die Fersenkappe bei der Fixierung des Fußes.
  4. Dämpfung:
    Die dämpfenden Elemente werden entweder direkt in der Zwischensohle eingebaut, in der Laufsohle oder dazwischen gelegt. Sie dämpfen die Wucht des Aufpralls im Fersen- und Vorfußbereich. Die einzelnen Dämpfungssysteme finden Sie hier.
  5. Laufsohle:
    Die Laufsohle stellt den Kontakt zur Laufstrecke her. Sie hat deshalb eine bestimmte Riffelung, um die Haftung, den Grip zu verbessern und ist je nach Untergrund grob bestollt, damit sich Schlamm und Steinchen nicht darin absetzen. Flex-Zonen, Einkerbungen an verschiedenen Stellen steigern die Biegsamkeit der Sohle und kontrollieren damit auch das Abrollverhalten beim Laufen.
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