Nachbarschaftsärger: Grillen auf dem Balkon

Grillparties auf Balkonen sind einmal im Monat erlaubt
Mit einem Elektrogrill vermeiden Sie, dass sich beim Grillen auf dem Balkon nervender Rauch bildet

Darf man auf dem Balkon grillen? Wie viel Rauch ist erlaubt? Ein Experte klärt die Rechtslage

Rechtsexperte Alexander Wiech vom Verband Haus und Grund erklärt, wann Grillen zu Ärger mit Nachbarn führt:

Darf man auf dem Balkon grillen?
Um das herauszufinden, sollten Sie erst einen Blick in Ihre Hausordnung werfen. Ist da nichts zu finden, gilt: Nachbarn dürfen weder belästigt noch gefährdet werden. Was das im Einzelnen
bedeutet, wird unterschiedlich beurteilt. Einige Richter haben entschieden, dass auf Balkonen mit offenen Flammen gar nicht gegrillt werden darf. Andere halten es dagegen innerhalb der Grillsaison einmal im Monat für zulässig, sofern Nachbarn 48 Stunden vorher informiert werden.

Wie viel Rauch ist erlaubt?
Grillqualm darf nicht Grenzwerte des Bundes-Immissionsschutzgesetzes überschreiten. Das lässt sich in der Praxis allerdings kaum überprüfen. Bildet sich dichter, dunkler Rauch, etwa beim Anfeuern, stellen Sie den Grill so, dass der Rauch nicht in benachbarte Wohnungen zieht. Auf Nummer sicher gehen Sie mit Elektrogrills, da ist die Rauchentwicklung am geringsten.

Gilt das auch für Grillpartys im Garten?
Ja, aber Rauchentwicklung ist hier das kleinere Problem. Wichtiger ist der Standort des Grills: fester Boden, keine Bäume und Sträucher.

Man darf also rund um die Uhr brutzeln?
Allgemeine Ruhezeiten sind einzuhalten. Essen sollten Sie spätestens ab 22 Uhr drinnen.

Und wie sieht’s mit Grillen im Park aus?

Das ist nur auf dafür freigegebenen öffentlichen Flächen gestattet. Wo diese liegen, erfahren Sie auf der Internetseite Ihrer Stadtverwaltung.

Grilltipp im Video: Baby Back Ribs

90 Minuten lang lassen die BBQ-Brothers die marinierten und später glasierten Ribs auf dem Grill garen, aber das lohnt sich.

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