Tätowierungen: Bedeutung von Tattoo-Motiven

Anker waren schon bei Seeleuten ein beliebtes Tattoo-Motiv
1 / 23 | Anker waren schon bei Seeleuten ein beliebtes Tattoo-Motiv

Egal ob Anker, Sterne oder fette Sprüche – Tattoos werden immer beliebter. Was sich hinter den Motiven versteckt? Wir erklären Ihnen die Bedeutung von Tattoo-Motiven

Tattoo-Motive: Anker

Anker gehörten zu den ersten Tattoo-Trends in der westlichen Welt

Damals: Stechmalereien gibt es so lange, wie es Menschen gibt. Im 18. Jahrhundert brachte der Seefahrer James Cook von einer poynesischen Südseeinsel einen Eingeborenen mit, der am ganzen Körper tätowiert war. Die Seefahrer waren beeindruckt von den "Tatauierungen", wie die Polynesier die Körperbilder nannten - und begannen mit der Nachahmung, die in den englisch Wortschatz als "Tattooing" Einzug fand. Zu den beliebtesten Motiven der Seeleute gehörten Anker, die ihre Zunft symbolisierten, und Südseeschönheiten, die sie an ihre Reisen erinneren sollten.

Und heute: Der Anker ist besonders an Gebieten mit Wassernähe ein beliebtes Motiv. Er steht für ein besonderes Heimatgefühl. Doch auch für Landratten symbolisiert der Anker als Tattoo-Motiv Halt und Sicherheit: Diese Symbolik kommt von der Funktion des Ankers bei Schiffen: Der Ankel hält das Schiff im Hafen und sorgt auf hoher See für Sicherheit. Christen betrachten den Anker als ein Symbol für Hoffnung.
Also, der Anker ist als Tattoo-Motiv nicht nur was für geborene Nordlichter. Noch immer lassen sich Männer, die zur See fahren, gern Ankertattoos techen.

Vogelfrei, wie eine Schwalbe: Sie sind Botschafterinnen der Liebe
2 / 23 | Vogelfrei, wie eine Schwalbe: Sie sind Botschafterinnen der Liebe

Tattoo-Motive: Schwalbe

Die Schwalbe ist eine Art Liebesbekenntnis, vergleichbar mit der Bedeutung eines Herzens

Damals: Schwalben sind eng mit der alten Seefahrertradition verbunden. Zum einen symbolisieren sie eine Art Liebesbekenntnis, denn häufig trug sie einen Liebesbrief im Schnabel, gerichtet an die zurückgelassene Frau. Schwalben galten darum als Überbringerinnen von Liebesbotschaften. Zum anderen dienten sie Seefahrern als Wetterfrösche: Fliegen sie hoch, bleibt das Wetter schön, fliegen sie tief, gibt es Regen.

Und heute: Die Bedeutung hat sich über die Jahre wenig verändert. Noch immer ist sie ein Zeichen für Liebe, aber auch ein Symbol für Freiheit.

Tiermotive sollen die Kraft des Tieres auf den Menschen übertragen
3 / 23 | Tiermotive sollen die Kraft des Tieres auf den Menschen übertragen

Tattoo-Motive: Tiere

Wilde Tiere sind bei Männern als Motiv sehr beliebt

Damals: Ältere Kulturen trugen oft Tierbilder und Totems als Körperschmuck. Sie wollten damit die Kraft des tierischen Geistes heraufbeschwören, der sie bei der Jagd erfolgreich machte und ihnen Schutz verlieh.

Und heute: Heute variieren die Tiermotive – vom glücksbringenden Koi über Vögel, die die Sehnsucht nach Freiheit symbolisieren, bis hin zu Pfotenabdrücken eigener Haustiere.

4 / 23 | Löwen-Tattoo auf einem Handrücken von Marc Cross

Tattoo-Motive: Tiere

Der momentan sehr angesagte Tattoo-Künstler Marc Cross (stammt aus San Francisco, arbeitet neuerdings in New York City) setzt seine traditionellen Tattoo-Motive gern spielerisch um. Dieser Löwe auf dem Handrücken zum Beispiel wirkt bei jeder Bewegung der Hand, wie geradezu lebendig.

Quelle: Forever: The New Tattoo, Gestalten2014

5 / 23 | Crow Sleeve von Seth Wood

Tattoo-Motive: Tiere

Moderne Tier-Tattoo-Version von Seth Wood, Tatookünstler aus New York City. Seine Tattoos wollen Geschichten erzählen, die Motive stammen bevorzugt aus Fabeln, der Mythologie und Märchen für Kinder. Diese Krähe könnte glatt einem Märchen der Gebrüder Grimm entsprungen sein, ihr Körper zieht sich von der Hand wie ein Ärmel zum Unterarm.

Der Rabe bzw. die Krähe symbolisiert in der Mythologie Weisheit: Gott Odin hatte stets Raben auf seiner Schulter, die ihm die Welt erklärten. Nach der Sintflut lässt Noah einen Raben fliegen, um zu herauszufinden, ob Land in Reichweite kommt.

Quelle: Forever: The New Tattoo, Gestalten 2014

6 / 23 | Tattoo Motiv Koikarpfen aus "Horikazu. Traditional Tattoo in Japan"

Tattoo-Motive: Tiere: Karpfen

Krapfen sind Symbole für Energie und Beharrlichkeit, denn  diese „mutigen“ Fische können einer Sage nach sogar Wasserfälle hinauf schwimmen.

Dieser japanische Koikarpfen wurde auf eine Schulter tätowiert, als Teil eines Ganzkörpertattoos. Tattoos, die den ganzen Körper zieren, haben in Japan eine lange Tradition. Sie sind und waren immer weit mehr als Körperschmuck: Sie erzählen Geschichten, beschwören die Geister, leisten Widerstand gegen Herrscher und Staatsgewalt. In dem edlen Bildband „Horikazu. Traditional Tattoo in Japan“ (Edition Reuss, 492 Seiten, zirka 120 Euro), aus dem auch dieses Detailbild stammt, sieht man nicht nur spannende Haut-Kunstwerke. Man erfährt (dreisprachig, auch auf Deutsch) spannenden Geschichten und Hintergründe zur Tattoo-Geschichte  und über den großen japanischen Tätowierer Horikazu.

7 / 23 | Ganzkörpertattoo mit Karpfen-Motiv aus dem Bildband Chinese Tattoo Art

Tattoo Motive : Rückentattoo mit Karpfen

Der Karpfen steht auch für Langlebigkeit, denn er hat eine große Lebensspanne. Einer alten chinesischen Sage nach gelingt es dem Karpfen, sich über einen Drachentor-Wasserfall zwischen Himmel und Erde hin- und her zu bewegen.

Quelle: Chinese Tattoo Art, Reuss Verlag

8 / 23 | Sprüche oder Tattoo-Schriftzüge auf der Haut drücken eine Lebenseinstellung aus

Tattoo-Motive: Schriftzüge

Sprüche auf der Haut können eine besondere Lebenseinstellung ausdrücken

Klare Worte starker Männer: Schriftzüge als Tattoo-Motiv können Lebensweisheiten ausdrücken oder Personen gewidmet sein und das in verschiedenen Sprachen. Dabei reichen die Motiven von kleinen, dezenten Schriftzügen an einer Stelle des Körpers bis hin zu großen, ausdrucksvollen Schrift-Prints, die zum Beispiel die gesamte Brust zieren.

Schriftzüge sind in der Schrift, der Sprache und der Bedeutung absolut personalisierbar und individuell.

9 / 23 | Comic-Tattoos sollen für stets gute Laune sorgen

Tattoo-Motive: Comics

Farbenfrohe Unterhaltung ohne tieferen Sinn

Damals: Die comiceske Stilrichtung hat ihren Ursprung möglicherweise in den Zeiten der Pin-up-Girls, die bei Seefahrern sehr beliebt waren.

Und heute: Comic-Tattoos haben selten eine tiefere Bedeutung. Ihre Aufgabe ist eher zu unterhalten. Bei den Comics handelt es sich nicht immer um Kinderhelden, die der Nostalgie des Tätowierten entspringen. Es können auch normale Motive sein, die mit dicken Outlines, farbenfroh und witzig gestaltet werden.

10 / 23 | Schulter-Arm-Tattoo von Yann Black

Tattoo-Motive: Comic

Angesagtes Comic Tattoo: Der in Montreal lebende, französische Tätowierkünstler Yann Black liebt puristische, kindlich anmutende Motive und feine, geometrische Linien. Typisch für seine Kunst sind Linienmuster, Strichmännchen oder comicartige Bilder wie hier auf dem Arm eines Mannes. Die Art, wie das Schiff dargestellt ist, erinnert an Comic-Zeichnungen aus den 60er und 70er Jahren, die Yann Black als Kind beeindruck und seine Kunst nachhaltig beeinflusst haben.

 

Quelle:
Forever: The New Tattoo
,
Gestalten 2014

11 / 23 | Graffiti meets Comic in diesem Tattoo von Jef

Tattoo-Motive: Comics

Comic Tattoo vom Künstler: Der belgische Tatookünstler Jean-Francois (Jef) Palumbo kreiert mit Vorliebe farbintensive, surreale Welten. Typisch für seine temperamentvollen Tattoo-Collagen ist die Kombination aus Siebdruck- und Schablonentechnik, Graffiti- und Cartoon-Motiven.  

Quelle: Forever: The New Tattoo, Gestalten 2014

12 / 23 | Collagenartige Tattoo-Komposition von Jonas Nyberg

Tattoo-Motiv: Collage

Collagen bestehen aus einer Sammlung verschiedener Motive, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Während Papier-Collagen (franz. coller = kleben) häufig in einem Guss gefertigt werden, "sammeln" sich Tattoo-Collagen meist über Jahre und Jahrzehnte an. Ein gelungenes Beispiel ist dieses Brust-Bauch- Tattoo von Jonas Nyberg, der sich hier „mit Respekt und Humor“ traditioneller Motive bedient.

Quelle: Forever: The New Tattoo, Gestalten 2014

13 / 23 | Fantasy-Motiven sind keine Grenzen gesetzt

Tattoo-Motive: Fantasy

Fantasy-Tattoos sind der Versuch der Tätowierten, sich in andere Welten zu flüchten

Damals: Die Hippies entdeckten in den 70er Jahren die Romane von J.R.R. Tolkien für sich und zeigten ihre Begeisterung mit Tattoos. Sie ließen sich nicht nur einzelne Helden wie Trolle oder Hexen, sondern zum Teil sogar ganze Landschaften stechen.

Und heute: Heute erlebt die Fantasy-Literatur wieder eine Boom: Ob Elfen, Feen, Drachen, Zauberer und Kobolde - der Tätowierte kann so seine inneren Fantasien nach außen tragen. Die märchenhaften Fantasy-Motive werden dabei zunehmend mit Science- Fiction vermengt, wie Cyber- und Robotermotive, aber auch mit Tod- und Horrortattoos.

14 / 23 | Religiöse Motive sind wegen ihrer Ästhetik sehr beliebt

Tattoo-Motive: Religiöse Symbole

Kreuzritter hatten ein Kreuz-Tattoo auf ihrer Hand, um sich ein christliches Begräbnis zu sichern

Damals: Den Glauben mit religiösen Symbolen zu zeigen war schon bei den alten, vorchristlichen Kulturen von Bedeutung. Die Menschen glaubten, dass Tattoos sie nach dem Tod in das Universum einflochten. Vielen galten die religiösen Symbole vor allem als eine Absicherung für eine richtige Beerdigung.

Und heute: Heute werden religiöse Tattoos überwiegend wegen ihrer Ästhetik gestochen. Doch mit Kreuzen, Bildern von Jesus Christus oder Maria verbinden viele Menschen auch heute noch ihren tiefen Glauben.

15 / 23 | Buddha Tattoo aus dem Tattoo-Bildband Horikazu

Tattoo-Motive: Buddha

„In Japan benutzt man Ausdrucksweisen wie ‚Budda werden‘ (…), wenn man von ‚sterben‘ spricht. Sich einen Buddha tätowieren zu lassen bedeutet, dass man bereits der Welt der Toten angehört, unempfindlich gegen Schmerz, befreit von Anhaftungen. Dieses Tattoo-Genre beinhaltete folgendes: ‚Ich habe keine Angst, zu sterben, denn ich habe mich schon von dieser Welt gelöst, wie eine abgeschnittene Lotusblume, ohne Wurzeln, die auf der Oberfläche einer fließenden Welt dahintreibt.‘“  

Quelle: Horikazu. Traditional Tattoo in Japan (Edition Reuss, 492 Seiten, zirka 120 Euro)

16 / 23 | Buddha Tattoo Motiv aus dem Bildband Chinese Tattoo Art

Tattoo Motiv: Buddha

Auch in der chinesischen Tradition gehört der Buddha zu den beliebtesten Tätowierungen und ist ein Symbol für Heiligkeit und Glück. Der Buddha auf der Haut signalisiert, dass man nichts Schlechtes tun wird, um ihn nicht zu beleidigen. Damit ruft der Träger eines Buddha Tattoos sich selbst zur Disziplin und Selbstbeherrschung auf.

Quelle: Chinese Tattoo Art. Traditional and modern Styles, 494 Seiten, zirka 98 Euro. Der Bildband ist weltweit die erste umfangreiche Dokumentation der Tätowierkunst in China und Taiwan. Sie zeigt die Vielfältigkeit chinesischer Tattookunst und ihrer typischen Motive, die großenteils von alten Mythen und Legenden inspiriert sind (alle Texte auch auf deutsch).

17 / 23 | Portrait-Tattoos: Wehe, wenn der Geschmack sich ändert!

Tattoo-Motive: Portraits

Portrait-Tattoos sind fotorealistische Wiedergaben und werden deshalb auch Realistic-Tattoos genannt

Damals: Die Portrait-Tätowierung wurde in den 80er Jahren populär, als sich mexikanische Gefängnisinsassen ihre Familienmitglieder mit Nadeln in die Haut stachen. Das gefiel denen "da draußen" so gut, dass sie es nachahmten. Charlie Cartwright erfand die Single-Needle-Technik mit der es möglich wurde, Portraits wie mit einem dünnen Bleistift extrem genau in die Haut zu zeichnen. Besonders angesagt waren Memorial- oder Erinnerungs-Tattoos, die an einen Geliebten erinnern sollten.

Und heute: Heute müssen es nicht unbedingt geliebte Personen sein. Im Rennen sind Popstars, Idole, historische Figuren aus Mythen, Sagen und Heiligenbilder.

18 / 23 | Tattoo-Portrait eines Waldarbeiters von Jonas Nyberg

Tattoo-Motive: Portraits

Eine moderne Version eines Portrait-Tattoos ist dies Arm-Tattoo des schwedischen Tattookünstlers Jonas Nyberg. „Ich versuche die Tradition und Geschichte der Motive zu verstehen und sie zu imitieren“, sagt Nyberg. Hier stellt er dem Waldarbeiter Symbole zur Seite: Sein Werkzeug und einen Tannenzapfen.

Quelle: Forever: The New Tattoo, Gestalten 2014

19 / 23 | Herzen stehen für Liebe, na klar

Tattoo-Motive: Herz

Herzen sind und waren immer beliebte Tattoo-Motive

Damals: Auch Herzen haben ihren Ursprung in der alten Seefahrer-Tradition. Sie drückten die Liebe zur zurückgelassenen Familie, zur See oder zu den neu entdeckten Orten aus.

Herz heute: Herzen gelten noch immer als Zeichen der Liebe. Mit Namen versehen wird das Tattoo individuell. Das gebrochene Herz symbolisiert den Verlust einer Liebe ebenso wie das durchstoßene Herz.

20 / 23 | Eine gestochene Rose ist ein Evergreen wie das Herz

Tattoo-Motive: Blumen

Bei Frauen sind Rosen das beliebteste Blumen-Motiv – aber auch unter Männer werden Blumen immer beliebter

Damals: Bei den Seefahrern symbolisierten Blumen ein Leben voller Dornen. Eine wohl bekanntere Bedeutung ist außerdem die über den Tod hinausreichende Liebe.

Und heute: Blumen stehen vor allem für Weiblichkeit, deswegen ist sie ein beliebtes Ersttattoo-Motiv bei Frauen. Aber auch für Männer steht die Rose für Liebe und Sehnsucht, die Distel für ein langes Leben und die Kirschblüte für die Reinheit des Körpers und der Seele.

21 / 23 | Der Stern ist ein beliebtes Motiv fürs erste Tattoo

Tattoo-Motive: Stern

Das Stern-Tattoo ist seht für Orientierung und den göttlichen Funken

Damals: Auch Sterne haben ihren Ursprung in der alten Seefahrer-Tradition. Sie symbolisierten den Nordstern, der den Seemännern bei der Navigation half. Aus religiöser Sicht verkörpert der Stern den göttlichen Funken im Menschen.

Und heute: Sterne liegen mittlerweile voll im Trend – das behauptet zumindest die eine Hälfte der Tattoo-Verrückten. Die andere Hälfte spricht von einem vorübergehenden Hype. Der Stern bietet sich gut als Ersttattoo an, weil es einfach zu stechen und leicht erweiterbar ist.

22 / 23 | Tribal-Ornamente gehörten in den 90er Jahren zu den beliebteten Tattoo-Motiven

Tattoo-Motive: Tribal

Tribal-Motive gehen auf die schwarzen, scherenschnittartigen und geometrischen Tatau-Ornamente der Polynesier zurück. Sie gehörten eine Zeit lang im Westen zu den belietesten Tattoos. Die bevorzugten Stellen für Tribals sind die Oberarme, Schultern und der untere Rücken.

Damals: Ursprünglich symbolisierten Tribals unter anderem Schutz vor bösen Geistern oder die Stammeszugehörigkeit. Zudem sollen sie Geist und Körper verbinden. Damals benutzte man noch Knochen, Muscheln, Metallstücke oder Bambussplitter, um die "Tusche" in die Haut zu reiben. Die Tätowierung dauerte so mehrere Monate, war extrem schmerzhaft und brachte dem Tätowierten den Respekt der anderen Stammesmitglieder ein.

Und heute: Wiederentdeckt wurden die Tribals 1982 von dem Kunststudenten und späteren Modedesigner Don Ed Hardy. Der Tätowierer Leo Zulueta entwickelte die alten Stammestätowierungen zu den heute bekannten Tribals weiter. In den 90ern wurde es modern, das Steißbein damit zu verzieren (umgangssprachlich auch "Arschgeweih" genannt).

23 / 23 | Nur für Hartgesottene: Ganzkörpertattoos

Tattoo-Motive: Japanische Stechmalerei

Japanische Tätowierung, "Tebori" genannt, sind eigentlich nur was für echte Tattoo-Fans. Denn jedes einzelne Tattoo soll mit der Zeit zum Bestandteil eines Ganzkörpertattoos werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Motive auf den unterschiedlichen Körperteilen insgesamt in einem sinnigen Zusammenhang stehen.

Damals: In Japan wurden Tattoos früher dazu benutzt, Kriminelle zu brandmarken. Die Gebrandmarkten vereinten sich zur heute immer noch existierenden Untergrundgruppenorganisation Yakuza. Als man das Brandmarken abschaffte, wurden Tatoos solange verboten, bis sie über die Seefahrt wieder populär wurden.

Und heute: Die jüngeren westlichen Generationen sehen die japanischen Tattoos als "exotische" Ausdrucksform an. Besonders beliebt sind japanische Schriftzeichen, Drachen in schillernden Farben, Kokai-Karpfen oder Kirschblüten.

 
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