Proteinreicher Snack: Beef Jerky selbermachen

Beef Jerky selbermachen
Beef Jerky ist eine leckere Proteinquelle für Kraftsportler

Trockenfleisch ist für viele Kraftsportler nicht vom Speiseplan wegzudenken - Men's Health zeigt Ihnen, wie Sie Beef Jerky einfach und gesund selbermachen können

Beef Jerky ist insbesondere bei Athleten im Kraftsport sehr beliebt: Bei sehr leckerem Geschmack ist es cholesterin- und kalorienarm, nahezu fettfrei und dennoch reich an Proteinen - ein schmackhaftes Futter für Ihre Muskeln! Doch leider enthalten die industriell hergestellten Trockenfleisch-Produkte oft Unmengen an Glutamat und anderen Geschmacksverstärkern. Natriuminosinat, Ascorbinsäure, Maltodextrin, Natriumnitrit, Dextrose - während Sie manche Inhaltsstoffe vielleicht noch (er)kennen, können Sie andere nichtmals aussprechen. Dabei geht es auch völlig ohne unnötige Zusätze: Unsere Men's Health-Versuchsküche hat sich daran gewagt, Beef Jerky selber herzustellen - und festgestellt, wie einfach das ist. 
Hier ist das Rezept für einen gesunden Snack, mit dem Sie auf natürliche Art und Weise Ihren Eiweißkonsum steigern können:

Zutaten (für 650 Gramm):

  • 2 kg magere Rinderbrust  (vom grasgefütterten Tier)

Für die Marinade:

  • 250 ml Cider
  • 125 ml Balsamico
  • 2 EL Fischsoße
  • 50 g Senf
  • 50 g Honig
  • 2 EL flüssiger Rauch 
  • 2 EL schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Paprika, rosenscharf
  • 3 EL Knoblauchpulver
  • 1 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL Salz
  • 3 EL Sesamöl
  • 2 EL Chilipulver
  • ¼ TL gemahlene Nelke

Zubereitung:

  1. Das sichtbare Fett so gut es geht vom Fleisch entfernen. Das Stück anschließend 60 bis 90 Minuten lang in die Tiefkühltruhe legen — danach lässt es sich nämlich einfacher dünn aufschneiden. Das Stück sollte nicht komplett durchfrieren, von außen zwar fest, mit einem scharfen Messer aber noch leicht einstechbar sein. 
  2. Das Aufschneiden beeinflusst den Geschmack des Fleisches. Gegen die Faser geschnitten ist Beef Jerky einfacher zu kauen, bricht leichter in Stücke. Wird es jedoch mit der Faser geschnitten, hat’s mehr Kausubstanz und ist im Mund sozusagen ledriger.  
  3. Geben Sie die Fleischstreifen in einen verschließbaren Plastikbeutel oder eine Frischebox mit Deckel. 
  4. Sämtliche Zutaten für die Marinade zusammenrühren, dann zum Fleisch geben. Vermischen, bis alles benetzt ist. Über Nacht in den Kühlschrank. 
  5. Den Boden des Ofens mit Alufolie auslegen. Fleischstreifen aus dem Kühlschrank nehmen, die Marinade abtropfen lassen, dann dicht nebeneinander auf die Grillroste legen. 
  6. Roste bei 75 Grad Umluft und leicht geöffneter Tür (Holzlöffel zwischen- klemmen) in den Backofen schieben. So entweicht ein wenig Hitze, und das Fleisch trocknet, ohne zu garen. 
  7. Fleisch 3 bis 5 Stunden trocknen lassen, zwischendurch wenden. Die Garzeit richtet sich nach der Menge, Dicke und Größe der Fleischstreifen. 
  8. Das fertige Jerky lässt sich leicht zerreißen, darf aber nicht so trocken sein, dass es bricht, wenn Sie es biegen. Die Streifen abkühlen lassen, anschließend luftdicht verpacken. Hält sich ungekühlt 4 bis 6 Monate.

Nährwerte pro 100 g: 570 Kalorien, 66 g Eiweiß, 10 g Kohlenhydrate, 28g 

Und wie schmeckt das selbstgemachte Beef Jerky?
Killer-Jerky! Der Kracher! Die Resonanz der Redaktion kannte ausschließlich Superlative, das Ergebnis hat hundertprozentig überzeugt. Jedoch: Gut Ding will Weile haben. Es dauert und es riecht, Letzteres im ganzen Haus — oder eben in der gesamten Redaktion. Trotzdem lohnt es sich. Je nach Geschmack können Dicke, Struktur und Gargrad variiert, die persönlichen Lieblingsgewürze miteinander kombiniert werden. Aber: Das Ergebnis steht und fällt mit der Qualität des Fleisches. Ohne Fleisch von grasgefütterten Tieren ist all die Arbeit umsonst. Wer sich nur ab und an die Mühe machen will, kann zu Paleo-Jerky greifen. Auch das enthält ausschließlich Fleisch vom grasgefütterten Rind und keinerlei Zusatzstoffe, die in anderen Sorten durchaus zu finden sind.

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