Karriereaufstieg: Beförderung schlecht für Psyche

Beförderungen sind nicht so großartig sind wie viele glauben
Der berufliche Aufstieg kann zu Stress und Depressionen führen

Ganz oben auf der Karriereleiter ist es offenbar doch nicht so toll wie viele glauben: Denn Beförderungen drücken aufs Gemüt

Wer auf der Karriereleiter nach oben steigt, muss sich offenbar Sorgen um seine psychische Verfassung machen. Denn Beförderungen sind entgegen den Erwartungen eher schlecht für die Psyche, behauptet eine britische Studie. Die zusätzliche Verantwortung nach einem beruflichen Aufstieg kann zu Stress, Angstzuständen und sogar Depressionen führen, warnen die Forscher der Universität Warwick.

Die Wissenschaftler hatten über 1000 Arbeitskräfte befragt, die in den letzten fünf Jahren in führende Positionen aufgestiegen waren. Ergebnis: Ihre psychische Verfassung verschlechterte sich um bis zu 10 Prozent, so Studienleiter Chris Boyce. Zudem hatten sie nach der Beförderung weniger Zeit, ihre Gesundheit checken zu lassen. Arztbesuche gingen um 20 Prozent zurück, so die Studie.

Obwohl die Forscher physisch keine Gesundheitsprobleme feststellen konnten, behauptet Boyce, dass Beförderungen nicht so großartig sind, wie viele glauben: "Menschen, denen Führungspositionen angeboten werden, brauchen angemessene Unterstützung und Training, um mit der zusätzlichen Verantwortung zurechtzukommen."

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