Zeitmanagement: Selbstverschuldet in der Terminfalle

Zeitlos
Der zeitleidende Mensch: Ideal vom nächsten Tag

"Jetzt nicht, es geht grad' nicht!". Dass Zeit später genauso knapp ist, realisieren die Wenigsten.

Redewendungen fürs Aufschieben gibt es massenhaft. Doch erliegt fast jeder einer Selbsttäuschung, der ein Vorhaben in die Zukunft verlegt. US-Psychologen schreiben im Fachmagazin Journal of Experimental Psychology, dass die meisten Menschen sich eher hinsichtlich ihres Zeitmanagements als ihres Finanzbudgets irren.

In der Zukunft glaubten viele Menschen mehr Zeit zu haben als in der Gegenwart – was aber eine Illusion sei. Ursache dafür sei eine idealisierte Vorstellung von der Zukunft: mehr Zeit, besseres Wetter, kein Stau.

Der Terminkalender badet es aus

Das Jetzt empfänden die Menschen überfüllt mit Terminen. Würde beispielsweise am selben Tag jemand um Umzugshilfe fragen – die meisten antworteten mit Nein. Mit einem Termin drei Monate später hätte aber keiner ein Problem, so die Wissenschaftler. Die Konsequenz sei ein übervoller Terminkalender und andauender Stress. Anders verhalte es sich bei finanziellen Angelegenheiten – sie seien plan-, weil berechenbarer.

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