Herbst-Schwimmer: Bei Kälte verknöchern die Surferohren

Pures Surfer-Gück
Bei Kälte verknöchern die Surferohren

Wer im Herbst noch ins Wasser steigt, wird anfälliger für "Surfer-Ohren"

Unverdrossene Surfer, die auch im Herbst noch über die Wellen flitzen wollen, spielen mit der Gesundheit ihrer Ohren: Kaltes Wasser kann zum so genannten Surfer-Ohr führen, einer Verknöcherung des Gehörgangs, die die Mediziner diffuse Exostose nennen.

Anders als beim Schwimmer-Ohr, in dem sich der äußere Gehörgang entzündet, bilden sich bei der Exostose gleich Knochenauswüchse im Ohr. Die können zu bleibenden Schäden im Ohr führen. Herausgefunden hat das ein Forscherteam um Craig Derkay und David Kroon von der East Virginia Medical School in den USA. Sie untersuchten 202 Wellenreiter – 169 Warmwasser-Surfer und 33, die oft in kaltem Gewässer trainieren. Dabei stellten sie fest, dass Profis vier mal eher diese Krankheit erleiden als Amateure. Wenn sie oft im kalten Wasser auf Wellen reiten, sogar sechsmal so häufig. Das Ohr, das öfter "im Wind hängt", das also öfter der Welle zugewandt ist, wird auch stärker betroffen. Rund ein Drittel der Untersuchten war vom Surfer-Ohr betroffen, 69 Prozent davon in milder Form, 31 in mäßiger bis schwerer.

Was man dagegen tun kann? Kroon schlägt vor, Ohrstöpsel zu benutzen. Die verringern die Wassermenge, die ins Ohr gelangen kann. Ob das aber hilft, ist bis jetzt noch nicht durch eine Untersuchung belegt.

Sponsored SectionAnzeige