Hirnforschung: Bei Liebeskummer hilft Paracetamol

Schmerzmittel wirkt offenbar auch bei negativen Gemütszuständen
Nach einer Trennung hilft womöglich die Anti-Liebeskummer-Pille

Das Kopfschmerzmittel Paracetamol wirkt offenbar auch bei Herzschmerz und anderen psychischen Leiden

Bei einem gebrochenen Herzen hilft offenbar auch Paracetamol. Das Schmerzmittel wirkt auch bei Gemütszuständen, die durch soziale Ausgrenzung oder Zurückweisung hervorgerufen werden, so zwei US-Studien. Grund: Körperlicher und sozialer Schmerz werden von den gleichen Hirnregionen gesteuert, behaupten die Forscher der Universität von Kentucky.

Für die beiden Studien nahmen die Forscher Tests an knapp 90 Freiwilligen vor. Ergebnis: Mit Paracetamol konnten die Probanden mit sozialen Problemen besser umgehen, so Studienleiter Nathan DeWall. Dies bestätigte sich durch die Messung der Hirnaktivität.

Obwohl Paracetamol frei verkäuflich ist, sollte man nicht bei jedem Problem zur Tablette zu greifen, mahnen die Wissenschaftler. Der Effekt müsse erst in größeren Studien bestätigt und verstanden werden. Darüber hinaus könne Paracetamol die Leber schädigen.

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