Für Abwechslung sorgen: Beilagen

Nudeln gehören zu den beliebtesten Beilagen
In Vollkornnudeln sind die Nährstoffe des Getreides gut erhalten

Es müssen nicht immer Kartoffel, Reis oder Nudeln sein. Probieren Sie auch mal Couscous, Bulgur oder Polenta

Kartoffeln: Das tolle an der Knolle
Was wäre ein Schnitzel ohne Pommes, eine Haxe ohne Knödel? Die Kartoffel, in welcher Form auch immer, verleiht vielen Gerichten erst ihren unverwechselbaren Charakter. In dem Zusammenhang sind Linda, Nicola und Sieglinde nicht etwa Damen bei einer 0900er-Hotline, sondern Klassiker unter den Knollen. Man unterscheidet dabei festkochende, vorwiegend festkochende und mehligkochende Sorten. Erstere behalten nach dem Garen ihre Struktur und sind besonders für Salate, Gratins, Pommes frites oder Bratkartoffeln geeignet. Vorwiegend festkochende sind ideal für Gerichte mit Soßen, Aufläufe sowie Salz- oder Pellkartoffel-Gerichte. Mehligkochende lassen sich gut zerstampfen und pürieren, sie sind optimal für Püree, Klöße, Reibekuchen.

Nudeln: Mit Ei oder ohne?
Nudeln gibt es in allen Formen und Größen. Man unterscheidet dabei eifreie Nudeln aus Hartweizengrieß und Eiernudeln, bei denen zu dem Hartweizengrieß ein unterschiedlich hoher Eigehalt hinzukommt. Zudem gibt es Vollkornnudeln, etwa aus Weizen oder Dinkel. Sie sind besonders gesund, weil sie die gesamten Nährstoffe des Getreides enthalten.

Reis: Mit Schale oder ohne?
Bei Reis unterscheidet man nach weißen, braunen und Parboiled-Sorten. Der braune (Natur- oder Vollreis) besitzt noch sein Silber-häutchen. Darin stecken wertvolle Mineralien und Vitamine, die sonst fehlen. Parboiled-Reis wird einem Produktionsverfahren unterzogen, bei dem trotz Entfernung der Silberhaut noch viele Nährstoffe erhalten bleiben. Wer es klebrig mag, achtet auf den Bruchanteil: Je höher der ist, desto mehr Stärke tritt beim Kochen aus. Den niedrigsten Bruchanteil hat Spitzenreis, Bruchreis hingegen enthält mehr als 40 Prozent Stärke – Spitze. Tipp: Garen Sie 1 Tasse Reis in 2 Tassen Wasser. So nimmt er die Flüssigkeit beim Quellen ganz auf, Sie schütten ausgeschwemmte Vitamine und Mineralien nicht mit dem Wasser weg.

Polenta wird aus Maisgries hergestellt

Polenta wird aus Maisgries hergestellt

Exotische Beilagen: Couscous, Bulgur oder Polenta
Es gibt leckere Beilagen, die hier zu Lande nicht bekannt sind – etwa Couscous, Bulgur oder Polenta.

  • Couscous stammt aus der nord-afrikanischen Küche. Er wird aus dem Grieß von Weizen, Gerste oder Hirse hergestellt. Sie rühren ihn – je nach Gusto – in heißes Wasser oder Gemüsebrühe ein, lassen ihn dann mit Deckel 5 Minuten quellen. Butter oder Öl verhindert, dass die Körner verkleben. Passt zu Gerichten mit vielen Gemüsesorten und zu Fleisch. Auch in Salat ist Couscous ein Hit.
  • Bulgur ist eines der Hauptnahrungsmittel im Vorderen Orient und besteht aus Hartweizen. Er ist bereits vorgekocht, muss vor dem Verzehr nur noch 10 Minuten in kochendem Wasser quellen. Bulgur ist vielseitig einsetzbar, schmeckt sowohl als Beilage zu Gemüse, Fleisch und Fisch als auch zum Salat perfekt. Tipp für Vegetarier: Bulgur ist hervorragend als Hack-Ersatz für Tomatensoße geeignet.
  • Polenta wird aus Maisgrieß hergestellt und steht besonders in Norditalien auf dem Speiseplan. Wasser zum Kochen bringen und Polenta einrühren, 10 Minuten garen lassen. Vorsicht, Polenta spritzt – nehmen Sie einen hohen Topf! Ist der Brei dick, lassen Sie ihn in einer mit Frischhaltefolie ausgelegten Form fest werden, dann lässt sich der Maiskuchen später ohne Probleme herauslösen. Stücke schneiden, kurz anbraten. Polenta-Schnitten sind eine leckere Beilage zu Fleischgerichten wie Ragout oder Gulasch. "Polenta lässt sich außerdem einfach und schnell zu einer Art
    Risotto verarbeiten", so Sternekoch Henze. "Kochen Sie den Maisgrieß in einer mit Oliven und Tomaten verfeinerten Gemüsebrühe."
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