Was passiert, wenn...

8. … Sie mal ein Glas Benzin trinken?

In 30 Prozent der Fälle kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen. Oder auch zu starkem Husten, schneller Atmung, in seltenen Fällen sogar zu Atemnot. Was ist zu tun? „Ein direktes Gegenmittel für Benzin gibt es nicht“, sagt Dr. Sabine Stoletzki, Ärztin beim Gift-Informationszentrum-Nord der Universität Göttingen.

Ihre Erste-Hilfe-Tipps:

  • Versuchen Sie auf keinen Fall selbst ein Erbrechen auszulösen, denn dadurch kann das Benzin in Ihre Lunge geraten.
  • Trinken Sie viel Wasser. Keine Milch – die erhöht die Gefahr einer Schleimhautreizung.
  • Vermeiden Sie unbedingt größere körperliche Belastungen, suchen Sie einen Arzt auf.
  • Haben Sie mehr als drei Milliliter pro Kilogramm Ihres Körpergewichts getrunken (bei 85 Kilo sind das 255 Milliliter Benzin) und liegt dies weniger als eine Stunde zurück, sollten die Benzinreste per Sonde abgesaugt werden.


Sabine Stoletzki: „Die schlimmsten Folgen wären eine chemische Lungenentzündung, ein zugeschwollener Kehlkopf oder ein Kammerflimmern. Aber auch das ist äußerst selten.“ Ach ja: Wenn Sie keinen explosiven Abgang machen wollen, unterlassen Sie auch besser das Rauchen.

 

9. … Sie die Enden des Jumperkabels zusammenführen?

Das hängt davon ab, welche Stromquelle angeschlossen ist. Bei einer normalen Autobatterie erzeugt die Berührung ein kleines Feuerwerk, das sogar die kleinen Metallzähne der Clips absprengen kann. Die sprühenden Funken sind nett anzusehen, solange sie Ihnen nicht ins Auge springen.

Nur der Akku wird nicht lange mitmachen. „Da kein Stromwiderstand zwischen Plus- und Minuspol geschaltet ist, kommt’s zum Kurzschluss“, erklärt Physiker Pegel. „Einer normalen Autobatterie gebe ich bei der Belastung sechs bis acht Minuten, dann ist sie leer, kaputt, oder die Kabel sind geschmolzen.“

Denn die erzeugte Energie wandelt sich in Wärme um, erhitzt Kabel und Batterie. Vorsicht, billige Kabel können Feuer fangen!

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