Zirkumzision : Beschneidung aus Eifersucht entstanden

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Die Beschneidung: Eine gefährliche und nicht immer effektive Sache

Evolutionsforscher sehen die Entfernung der männlichen Vorhaut als Zeichen eines Konkurrenzkampfes zwischen Alt und Jung

Beschneidung ist womöglich aus einer Konkurrenzsituation entstanden, so eine US-Studie. Die Älteren sehen ihre eigenen reproduktiven Fähigkeiten gefährdet – jüngere und potentere Männer stellen für sie eine Bedrohung dar, erklärt Studienleiter Christopher Wilson von der Cornell University in New York. Folge: Um die Jüngeren daran zu hindern, Kinder mit anderen Frauen zu zeugen, ließen die Älteren sie bescheiden, so Wilson.

Die Entfernung der Vorhaut und andere Beschneidungsrituale sind nicht nur schmerzhafte, sondern auch gefährliche Eingriffe. Mögliche Folgen sind Infektionen oder sogar der Tod. Warum es dennoch in einigen Kulturkreisen – wie bei den Aboriginies – immer noch derartige Rituale gibt, ist vielen Forschern ein Rätsel.

Wilson glaubt an eine evolutionäre Erklärung. Die älteren Männer seien quasi eifersüchtig auf die Zeugungsfähigkeit der jüngeren Generarion. Genitalverstümmlung mache es schwieriger, ein Kind zu zeugen und führe zudem zu einer verringerten Spermienwirkung.

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