Sicherer Sex: Beschneidung schützt vor Geschlechtskrankheiten

Weg mit der Vorhaut?
Ohne Vorhaut geringeres Infektionsrisiko

Ohne Vorhaut fangen Männer sich seltener Krankheiten beim Sex ein

Beschneidung schützt Männer vor Geschlechtskrankheiten und ganz allgemein vor Infektionen des Urinaltraktes, so eine Studie aus Neuseeland. Demnach halbiert eine Vorhautbeschneidung das Risiko, an Krankheiten wie HIV, Genitalherpes oder Syphillis zu erkranken.

Die Studie hatte 1200 Männer vom Zeitpunkt ihrer Geburt an bis zum 25. Lebensjahr beobachtet. Dabei verminderte sich das Infektionsrisiko bei Beschnittenen sogar unabhängig von der Anzahl der Sexualpartner, der Häufigkeit ungeschützen Verkehrs und dem familären Hintergrund, so David Fergusson von der School of Medicine and Health Sciences in Christchurch.

Die Studie befeuert eine alte Diskussion, ob die medizinschen Vorteile einer Beschneidung die dabei erlittenen traumatischen Erfahrungen von Neugeborenen aufwiegen.

Fergusson Ergebnisse riefen zudem Kritik von anderer Seite hervor. Wissenschaftler der Vereinigung amerikanischer Kinderärzte bezeichnen die Studienergebnisse als "komplex und konfliktreich". Selbst wenn eine Beschneidung das Ansteckungsrisiko mit Geschlechtskrankheiten reduziere, sei das nicht als Plädoyer für ungeschützten Sex zu verstehen, so die US-Mediziner.

Die Beschneidung hat religiöse Ursprünge. In den USA wird sie aber mittlerweile aus medizinschen Gründen bei fast der Hälfte der männlichen Neugeborenen vollzogen, in Deutschland nur bei etwa 15 Prozent. Mehr dazu bei Wikipedia.

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