Schutz vor Aids: Beschneidung senkt das HIV-Risiko

Weg mit der Vorhaut?
Beschnitten oder nicht?

Beschnittene Männer sind vor einer HIV-Infektion besser geschützt, haben Forscher

Sind beschnittene Männer resistenter gegen eine Ansteckung mit dem HIV-Virus als unbeschnittene? Sie sind es! Französische Forscher der Ambroise-Pare Klinik in Boulogne konnten das durch eine Studie nun belegen.

Wo genau die Gründe liegen, kann bislang jedoch nur vermutet werden: "Die Eichel verhornt nach der Beschneidung. Nach sexuellem Kontakt trocknet die Eichel außerdem schneller. Das reduziert die Lebensdauer des Virus nach dem Sex mit einem HIV infiziertem Partner. Zudem ist die Hautfläche des männlichen Glieds geringer und redzuiert somit die Angriffsfläche für HIV, die vor allem in der Vorhaut gegeben ist", so Forschungsleiter Bertran Auvert.

Bevor Sie jetzt jedoch Ihre Kondome entsorgen und sich unters Messer legen: Die Beschneidung ist natürlich kein kompletter Schutz vor HIV und sollte keinen Grund zum Eingehen höherer Risiken geben oder dem Verzicht auf Kondome.

Die Studie umfasste über 3000 Probanden in Süd-Afrika zwischen 18 bis 24 Jahren. Die eine Hälfte der Testpersonen war beschnitten, die andere mit Vorhaut und zu Beginn der Studie gesund. Nach 21 Monaten wurden 20 Fälle mit einer HIV-Infektion in der beschnittenen Gruppe und 49 Personen in der "Vorhaut-Gruppe" ermittelt.

Sponsored SectionAnzeige