Gesundheit im Jahr 2036

Die Medizin der Zukunft: High-Tech gegen Krankheiten
Die Medizin der Zukunft: High-Tech gegen Krankheiten

Ärzte und Wissenschaftler wollen die Volkskrankheiten Herzinfarkt, Krebs und Diabetes endlich in den Griff bekommen. Wie ihnen das schon jetzt immer besser gelingt — und was in den nächsten 2 Jahrzehnten noch besser werden soll

Es klingt nach Science Fiction: Intelligente Antikörper, lebende Gewebepflaster und fleißige Reparatur-Gene. Doch das sind nur einige Entwicklungen, die uns die neue Hightech-Medizin bald bescheren wird. Der traurige Grund: Weltweit sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch über 38 Millionen Menschen an Zivilisationskrankheiten. Die Dunkelziffer liegt höher, die Tendenz steigt.

Besonders auf dem Vormarsch ist Diabetes-Typ-2, den die WHO nun sogar als nicht-infektiöse Epidemie eingestuft hat — so massiv nimmt die Anzahl der Erkrankungen zu. Knapp 30 Prozent der Weltbevölkerung, also mehr als 2,1 Milliarden Menschen, sind mittlerweile übergewichtig oder sogar fettleibig. Die Unternehmensberatung McKinsey hat errechnet, dass 2030 fast jeder zweite Erwachsene zu viel auf die Waage bringen wird. Daher forschen Mediziner mit Hochdruck an Lösungen.

Auch wenn die effektivsten naheliegend und einfach sind: „Viele der so genannten Lifestyle-Krankheiten lassen sich durch einen gesunden Lebenswandel ohne Übergewicht und Nikotin, aber mit viel Bewegung verhindern“, sagt Professor Martin Hrabe de Angelis vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung und weist auf eine weitere Gefahr hin: „Die Erkrankungen beeinflussen sich untereinander. Diabetes etwa steigert auch das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken.“ Gründe genug, mit ihm und 2 Experten über den aktuellen Erkenntnisstand zu sprechen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Krebs: 5 Fragen an Doktor Susanne Weg-Remers

Herzinfarkt: 5 Fragen an Professor Thomas Eschenhagen

Diese Entwicklungen nehmen den grossen Killern bald ihren Schrecken

2018 / Gewebeprobe ohne Eingriff nehmen:
Mit Hilfe einer Blutprobe gewinnen Ärzte Informationen über eine Krebserkrankung, die sich bisher nur durch Gewebeentnahme ermitteln lassen. Die Methode heißt Liquid Biopsy (flüssige Biopsie).

2021 / Ins Innere der Arterien schauen:
Bessere nicht-invasive, bildgebende Verfahren helfen bei der Früherkennung von gefährlichen Veränderungen der Herzkranzgefäße. So lässt sich das Herzinfarktrisiko senken, bevor es zu spät ist.

2025 / Nur noch den echten Hunger spüren:
Das Hormon Leptin dämpft das Hungergefühl. Bei Übergewichtigen ist der Rezeptor oft nicht mehr sensitiv. Wissenschaftler entwickeln ein Gegenmittel, um Enstehung von Diabetes zu verhindern.

2029 / Frischzellenkur anbringen:
Produktion eines Herzpflasters aus Stammzellen. Es wird auf das vernarbte Herz genäht und verbessert die Funktion des Organs, dessen Muskelzellen durch den Körper selbst irreparabel sind.

2036 / Bessere Gene einbauen:
Forscher verändern gezielt die Erbanlagen bestimmter Körperzellen mittels Gen-Editing. So lassen sich Gendefekte rechtzeitig reparieren, die später Krebs oder Diabetes verursachen könnten.

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