Puls: Beta-Blocker bei Bluthochdruck?

Frage: Da ich unter hohem Blutdruck leide, hat mir ein Arzt Beta-Rezeptoren-Blocker verschrieben. Seitdem ist mein Puls auch beim Sport deutlich niedriger als früher (100 Schläge pro Minute statt vorher 140). Ist das gefährlich?
Peter Krause, Mettmann
Beta-Rezeptoren-Blocker gegen Bluthochdruck
Mit Hilfe von Beta-Rezeptoren-Blockern schlägt das Herz langsamer

Unsere Antwort:

Beta-Rezeptoren-Blocker sind bei der Behandlung von zu hohem Blutdruck weit verbreitet. Sie schirmen die körpereigenen Stresshormone gegen ihre eigene Wirkung ab. Dadurch wird die Herzfrequenz abgesenkt; das Herz schlägt langsamer. Deshalb kommen Sie zwangsläufig beim Sport auf weniger Pulsschläge pro Minute, wenn Sie ein solches blutdrucksenkendes Medikament einnehmen.

Gefährlich ist das nicht. Sie müssen sich allerdings darauf einstellen, dass Ihr Herz beim Training weniger Leistung bringt als vorher. Wir empfehlen deshalb, dass Sie Ihr Trainingsprogramm an Ihre neue "Höchstdrehzahl" anpassen. Lassen Sie hierzu von einem Sportmediziner ein Belastungs-EKG und eine Pulsmessung durchführen. Anhand der gemessenen Daten erstellt dieser mit Ihnen einen neuen Trainingsplan. Die gute Nachricht zum Schluss: Da Sie sich in Behandlung befinden, zahlt Ihre Krankenkasse Untersuchung und Beratung beim Sportdoktor wahrscheinlich anstandslos.

Übrigens: Auch andere Präparate können den Effekt haben, dass die Pumpe beim Sport nicht mehr so schnell läuft wie sonst. Wer aufgrund von Problemen rund um Herz und Blutdruck Calcium-Antagonisten oder ACE-Hemmer einnimmt, der sollte sich ebenfalls schon einmal auf eine Überarbeitung seines Trainingsplans einstellen.

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