Sport gegen Depressionen: Schwitzen statt Pillenschlucken

Möglicherweise helfen ihm ein paar Runden um den Block

Regelmäßige Bewegung kann die Symptome auch schwerer Deppressionen um die Hälfte vermindern

Die Römer ahnten es schon, nun haben wir es auch wissenschaftlich: mêns sana in corpore sano, auf deutsch: ein gesunder Verstand in einem gesunden Körper. Eine kanadisch-amerikanische Forschertruppe hat gezeigt, dass Sport wie Laufen und Fahrradfahren die Symptome von Depressionen um bis zu 50 Prozent reduzieren kann. „Der Effekt, den das Ausdauertraining erzielt, ist fast so stark wie der von Antidepressiva“, so Madhukar Trivedi von der Universität von Texas in Dallas. Wichtig sei vor allem, dass man sich jeden Tag und mindestens eine halbe Stunde intensiv bewege.

Je härter desto besser

Nach Ansicht der Forscher könnte Sport eine Alternative zur Behandlung mit Medikamenten werden. Der Vorteil sei, dass mit Sport praktisch alle – unabhängig von Medikamentenverträglichkeiten – behandelt werden könnten.

Für ihre Studie ließen die Wissenschaftler zwei Gruppen schwer depressiver Patienten unterschiedlich stark trainieren. Diejenigen, die härter arbeiteten erzielten dabei die wesentlich besseren Resultate. Die Forschungsergebnisse sollen nun in einer größeren Studie bestätigt werden.

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