Brauanleitung : Bier selber brauen – so geht's

Bier selber brauen: So geht's
Selbst gemacht schmeckt eben doch am besten! Das gilt nicht auch beim Bier

Bier kaufen kann man überall. Doch den Umweg in den Supermarkt können Sie sich jetzt sparen, denn ab heute brauen Sie Ihr Bier einfach selbst

Denn Bier brauen ist gar nicht so schwer, wie Sie denken. Wir haben's für Sie getestet und verraten Ihnen, wie Sie Ihr persönliches Lieblings-Pils bald zu Hause zapfen können.

Schritt 1: Starterset
Bevor es in Ihrer Heim-Brauerei ans maischen, gären und zapfen geht, muss ein Starterset zum Bier brauen her. Startersets(oder Starterkits) finden Sie im Netz. Unser Premium-Startersets gab es auf www.hobbybrauerversand.de für rund 280 Euro und beinhaltete fast alles, was Sie fürs Brauvergnügen brauchen: einen Kochautomaten, eine Malzmischung, eine detaillierte Brau-Anleitung und einen Gäreimer. Die Flaschen (Bügelverschlussflaschen) müssen Sie gesondert dazu kaufen.

Bevor Sie loslegen, noch ein Hinweis: Wer mehr als 200 Liter im Jahr braut, der muss Biersteuer zahlen und alles vorher anmelden. Kein Witz!

Schritt 2: Kochen
Alles beginnt mit dem Hauptguss: Dazu 13,5 Liter Wasser im Kochautomaten auf 38 Grad erhitzen und die Malzmischung hineinschütten. Brauer nennen diesen Körnersud Maische. Die wird in 3 Schritten auf 50, dann auf 60 und zuletzt 78 Grad erhitzt. Die Maische permanent rühren, sonst brennt sie an! Ist die Maische 78 Grad heiß, wird sie geläutert. Dafür die Maische in einen Eimer kippen und die Flüssigkeit ohne Körner in den Gäreimer schöpfen. Die Flüssigkeit heißt jetzt Würze. Um auch die letzten Bestandteile wie Eiweiß und Stärke aus dem Malz herauszulösen, übergießen Sie die Körner mit 18 Litern 78 Grad heißem Wasser, dem Nachguss. Danach die Flüssigkeit ebenfalls in den Gäreimer schöpfen. Die Würze aus Haupt- und Nachguss muss 90 Minuten kochen. Dabei den Hopfen einstreuen. Zum Schluss die Würze durch Stoffwindeln in den Gäreimer kippen, das filtert Hopfenreste und Eiweiß heraus.

Wichtig: Temperatur, Zeit und Mengen müssen penibel eingehalten werden. Vom Hauptguss bis zur gekochten Würze vergehen 6 Stunden. danach Gären

Schritt 3: Gärprozess
Die gefilterte Würze im Gäreimer muss auf 24 Grad abkühlen, am besten über Nacht. Danach die Hefekulturen kräftig unterrühren. Je mehr Sauerstoff dabei mit eingerührt wird, desto besser kann die Hefe arbeiten. Verschlossen mit einem Deckel und versehen mit einem Gärröhrchen, durch das Gase austreten können, lagert die Würze bei 22 Grad. Nach einigen Stunden steigen im Gärröhrchen erste Blasen auf: Die Hefe arbeitet. Bilden sich keine Blasen mehr, ist die Hauptgärung abgeschlossen. Das kann mehrere Tage dauern.

Schritt 4: Abfüllen
Für die Nachgärung wird die Würze in Flaschen gefüllt und bei Zimmertemperatur eine Woche eingelagert. Dabei bildet sich Kohlensäure. Es folgen 2 Wochen im Kühlschrank, und nach 4 Wochen ist Ihr ganz persönliches Bier endlich fertig.

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